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Holy Sch … okolade! Der Alufolien-Irrglaube geht in die nächste Runde

Ob zu Ostern oder zu Weihnachten, Schokoladenhohlfiguren dürfen nicht fehlen. Süße Häschen oder bärtige Schoko-Männer – Hauptsache, sie schmecken gut und machen die Kinder glücklich. Zutaten und Verpackung stehen dabei oft hinten an. Diesen Winter waren einige Hersteller:innen schon schlauer und haben ihre beliebten Saisonprodukte in einer veganen Variante produziert. Was geblieben ist, ist das schillernde Gewand aus Alufolie. Ganzheitlich nachhaltig geht anders …

Was hat vegan mit nachhaltig zu tun?

Fangen wir mit dem an, was besser läuft. Wir finden es super, dass es immer mehr vegane Alternativen gibt. Der/die ein oder andere fragt sich vielleicht, was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat. In unserem Blogartikel ”Tierisches Protein – 3 Gründe, warum wir es nicht brauchen” haben wir uns bereits ausführlich mit der Thematik befasst, aber nochmal in Kürze: Die Tierwirtschaft ist für etwa 20 % der globalen Treibhausgase verantwortlich und hat somit sogar einen höheren Ausstoß zu verantworten als der gesamte Verkehrssektor. Zum einen stoßen die Tiere beim Verdauen CO2 aus, zum anderen werden für die Tierwirtschaft wichtige Ressource an Land, Wasser und Nahrungsmitteln verschwendet. Vegane Süßigkeiten-Alternativen allein sind aber nicht die Lösung. Auch die Verpackung muss neu gedacht werden.

Aber Alufolie ist doch gut recyclebar, oder? 

Europa steht beim Aluminiumverbrauch weltweit an zweiter Stelle. Das Metall ist deswegen so beliebt, weil es biegsam, sehr leicht und hitzebeständig ist. Nicht nur aufgrund möglicher gesundheitlicher Schäden ist das Metall immer mehr in Verruf geraten, auch die Umweltbelastung ist ein Thema. Ja, Aluminium lässt sich in der Theorie gut recyceln. In der Praxis sieht es bei Alufolie allerdings nicht so rosig aus. Zur Umweltfreundlichkeit einer Verpackung gehört bedeutend mehr als deren Wiederverwendbarkeit. Es sollte immer der gesamte Produktlebenszyklus betrachtet werden, denn dann merkt man schnell, dass Alu einen entscheidenden Nachteil hat: Die Herstellung ist eine enorme Belastung für unsere Umwelt. 

Die Herstellung von Aluminium

Um Alu zu gewinnen, wird das Erz Bauxit im Tagebau aus dem Boden gefördert. Es besteht aus 50-60 % Aluminiumoxid und wird mit Natronlauge erhitzt. Dabei wird Aluminiumoxid frei. Die Gewinnung findet aktuell vor allem in Australien, China, Brasilien sowie in Indien und Jamaika statt. Um an das Bauxit zu gelangen, werden vielerorts Urwälder abgeholzt. Auch Landkonflikte mit der lokalen Bevölkerung sind in vielen dieser Gebiete ein Problem.

Bei der Weiterverarbeitung von Bauxit entstehen pro Tonne Aluminium bis zu vier Tonnen Rotschlamm als Abfallprodukt. Und der besteht aus giftigen Chemikalien. Rotschlamm enthält beispielsweise Blei sowie Schwermetalle und kann nicht weiterverarbeitet werden. Also wohin damit? Ab auf die Deponie oder einfach in die Gewässer, was meist tödlich für Pflanzen und Tiere ist und die Gesundheit der Menschen schädigt. Dass auch die Ökosysteme zerstört werden, müssen wir an dieser Stelle wohl kaum noch erwähnen …

Auch die Recyclingfähigkeit muss ins Verhältnis gesetzt werden. Im Vergleich zum Plastikrecycling können beim Aluminiumrecycling zwar (wenige) CO2-Äquivalente eingespart werden, schaut man sich aber die Primär-Herstellung der beiden Materialien an, tun sich große Unterschiede auf. Während bei der Primäraluminium-Produktion rund 13,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Tonne freigesetzt werden, sind es bei Plastik hingegen “nur” etwa 2,4 Tonnen. Und da das Recycling von Aluminium in der Praxis noch nicht technisch hochwertig durchgeführt wird, muss bei neuen Verpackungen meist vorwiegend frisches Primäraluminium verwendet werden. Damit wird deutlich, dass es definitiv nicht die nachhaltigste Lösung ist, einfach alle Plastikverpackungen mit Aluminium-Lösungen zu ersetzen.

Alufolie in Verpackungen eignet sich oft nicht für Recycling

Alu-Recycling ist insbesondere bei Lebensmittelverpackungen schwierig 

Um Aluminium angemessen zu recyceln, muss es auch in der richtigen Sammelstelle landen: im gelben Sack oder der gelben Tonne. Das beliebte Metall findet nicht nur in der Verkehrsbranche, im Bausektor und Maschinenbau Anwendung, sondern eben auch als Verpackungsbestandteil unserer Lebensmittel.

Da es aber nicht effizient von den anderen Materialien getrennt werden kann, wird die Verpackung meistens verbrannt und das Aluminium folglich nicht wiederverwertet. Schafft es das Aluminium doch zum Recycling, gibt es ein weiteres Problem: Die Qualität leidet. Das liegt daran, dass es rund 450 verschiedene Arten von Aluminium gibt, die alle möglichst separat recycelt werden müssten. Da solch ein Sortieren bisher nicht umsetzbar ist, leidet die Qualität und die Wiederverwendung der einst hochwertigen Ressource ist nur in begrenzten Bereichen möglich. Ein geschlossener Kreislauf sieht anders aus.

Wir feiern vegane Weihnachten ohne Alu-Müll

Auch an Weihnachten bleiben wir unseren Werten treu. Snowy und unsere limitierte nucao-Wintersorte Winter Spice sind – wie all unsere Produkte – vegan, bio, frei von raffiniertem Zucker und plastikfrei verpackt. Unser niedlicher Pinguin ist beispielsweise in einem Karton zuhause, unsere nucao-Schokoriegel sind in eine Verpackung aus 90 % Zellulose aus FSC und PEFC-zertifizierter Forstwirtschaft gehüllt (💡in unserem Blog erfährst du noch mehr über unsere Verpackungsfolie). Warum das die nachhaltigere Lösung ist, wird beim Betrachten der CO2-Bilanz deutlich. Karton weist mit 326 kg pro Tonne vergleichsweise niedrige CO2-​Äquivalente innerhalb der Wertschöpfungskette auf. Damit ist es das Verpackungsmaterial mit den geringsten Umweltauswirkungen und die Verpackung unserer Wahl. Auch die Recyclingrate ist deutlich höher als bei Aluminium. Sie liegt bei Papier und Pappe in Deutschland bei über 80 %, Tendenz nach oben. 

Snowy ohne Alufolie und Zucker

Zu jeder Saison naschen geht auch verantwortungsvoll und lecker zugleich. Schau doch mal in unserem Shop vorbei oder lasse dich auf Instagram inspirieren.

Quellen

(1) https://utopia.de/ratgeber/wie-schaedlich-ist-aluminium-fuer-umwelt-und-gesundheit/

(2) https://www.quarks.de/umwelt/muell/darum-ist-aluminium-nicht-gut-fuer-die-umwelt/

(2) https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/aluminium-7609

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