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Titelbild "Warum wir zukünftig auf Rübenzucker setzen"

Was ist Rübenzucker und welche Vorteile hat er?

Endlich ist es raus: Wir wechseln von Kokosblütenzucker zu Rübenzucker. Unendlich viele Fragen sind uns vor dieser Entscheidung durch den Kopf gegangen – glaub uns, es war ein langer Weg. Weil du garantiert genauso viel wissen willst, gibt’s hier ein kleines Rübenzucker-FAQ für dich.

Ist Bio-Rübenzucker raffinierter Zucker?

Ja. Auch wir waren lange auf der Suche nach unraffiniertem Rübenzucker und mussten schnell feststellen: gibt es nicht. Unraffinierter Rüben-Rohzucker hat nämlich einen sehr intensiven, unangenehmen Beigeschmack. Damit er sein herrliches süßes und leckeres Aroma erhält, wird er darum mehrmals gewaschen (raffiniert). Das ist auch der Grund, warum er immer als weißer und nie als brauner Zucker erhältlich ist – es sei denn, er wurde eingefärbt.


Der Großteil handelsüblichen weißen Haushaltszuckers wird übrigens nicht aus Zuckerrüben, sondern meist aus Zuckerrohr gewonnen. Denn das ist deutlich günstiger.

Wie wird Rübenzucker angebaut? Ist der Anbau nachhaltig?

Zuckerrüben finden in Mitteleuropa nahezu ideale Bodenbedingungen zum Wachsen vor. Zudem sind die hiesigen Klima- und Wetterverhältnisse (Temperaturen, Sonneneinstrahlung, Menge und Verteilung der Niederschläge) sehr gut auf die Bedürfnisse der Zuckerrüben abgestimmt. Das führt sowohl zu überdurchschnittlich guten Felderträgen als auch zu einem hohen Zuckergehalt in den Rüben. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Umweltbilanz aus, denn je höher der Ertrag von Zucker in den Rüben pro Hektar ist, desto weniger Anbaufläche muss für eine bestimmte Menge Zucker bewirtschaftet werden.


Im Vergleich zu Zuckerrohr benötigen Zuckerrüben ca. ein Drittel weniger Anbaufläche und verbrauchen zudem bedeutend weniger Wasser. Weil 95 % des Wassers aus Niederschlägen kommt, ist eine zusätzliche Bewässerung bei regional angebauten Zuckerrüben oftmals gar nicht mehr notwendig.


Ein weiterer Vorteil: Der Tiefwurzler lockert den Boden, bringt Abwechslung aufs Feld und bereichert sogar die Fruchtfolgen. Zudem sind Zuckerrüben wahre Nitratfilter und schützen die Ackerböden, die oftmals durch Gülleeinsatz belastet sind.

Deutschlandkarte mit Lokalisierungsmarker für regionalen Rübenzucker-Anbau

Wie wird Bio-Rübenzucker hergestellt?

Vom Feld geht es für die Bio-Rüben in eine Zuckerfabrik. Dort werden sie gewaschen, zerkleinert und anschließend in den sogenannten Extraktionsturm gebracht. Dort wird mit etwa 70 Grad heißem Wasser der Zuckersaft aus der Rübe gelöst, der dann wiederum in Kochapparate kommt, wo das Wasser verdampft. Übrig bleibt eine zuckrige Lösung, aus der eine Zentrifuge die braune Melasse herausschleudert. 


Zugegeben: Um aus den Rüben Zucker zu gewinnen, sind einige Produktionsstufen erforderlich. Was viele Verbraucher:innen aber nicht wissen, ist, dass Rübenzucker in einem geschlossenen Kreislauf produziert wird. Das bedeutet, dass alle Produkte der Rübe verwendet werden, die während der Herstellung von Rübenzucker anfallen – sei es als Futtermittel, Düngemittel oder als Rohstoff für andere Erzeugnisse. Sogar das Wasser, das in der Fabrik benötigt wird, wird zu fast 100 % aus den wasserreichen Rüben gewonnen.


Auch entstehende Nebenprodukte wie Melasse und Trockenschnitzel lassen sich hervorragend für Tierfutter verwenden und selbst abgespülte Steine und Erde werden recycelt.

Ist Rübenzucker nachhaltig?

Unser Bio-Rübenzucker wird aus heimischen regionalen Zuckerrüben gewonnen. Da wir den Zucker aus Deutschland, Frankreich oder der Schweiz beziehen, sind die Transportwege vom Feld zur Fabrik und anschließend in die Supermärkte vergleichsweise kurz. Du ahnst es wahrscheinlich schon: Das ist wesentlich klimafreundlicher als Kokosblütenzucker aus Übersee zu importieren – allein durch die kürzeren Transportwege sparen wir in Zukunft hunderte Tonnen CO2 ein. Zudem ist der Anbau von Zuckerrüben und die Gewinnung von Rübenzucker (wie bereits erwähnt) sehr ressourceneffizient und emissionsarm. Zuckerrüben benötigen nämlich wenig Anbaufläche und haben einen geringeren Wasserverbrauch. 

Rübenzucker hat einen besseren CO2-Fußabdruck als Bio-Fairtrade-Rohrzucker

In einer 2018 veröffentlichten Studie wurde eine Analyse der ökologischen und sozialen Auswirkungen durchgeführt. Im Vergleich standen in der Schweiz produzierter Bio-Rübenzucker vs. importierter Bio-Fairtrade-Rohrzucker aus Paraguay. Das Ergebnis: Bio-Rübenzucker hinterlässt einen besseren Umweltfußabdruck. Denn die Produktion von Bio-Rübenzucker geht mit 37 Prozent weniger Umweltbelastungen einher als dies beim Rohrzucker aus Paraguay der Fall ist.

Anbaufeld von Rübenzucker mit Beschriftung "Geht es um Nachhaltigkeit ist regionaler Rübenzucker dem Kokosblütenzucker überlegen"

Rübenzucker ist auch sozial nachhaltig(er)

Auch aus sozialer Nachhaltigkeitsperspektive schneidet Bio-Rübenzucker sehr gut ab. Denn der Anbau der Rüben sowie deren Verarbeitung in einer europäischen Fabrik erfolgen erfahrungsgemäß nach sehr hohen sozialen Standards.


Viele Zuckerarten wie z. B. Zuckerrohr werden in tropischen Gebieten in ärmeren Ländern angebaut. Das birgt soziale Risiken wie Kinder- oder Zwangsarbeit, Korruption und Verstöße gegen die Rechte der indigenen Bevölkerung. Auch Arbeits- und Gesundheitsschutz, lange Arbeitszeiten oder der Zugang zu Trinkwasser sind hier häufig Probleme, die beim regionalen Bio-Anbau entfallen.

Warum ist Bio-Rübenzucker so teuer?

Die Zuckerrüben sind kleine Sensibelchen. Denn sie mögen kein Unkraut. Da die Bäuerinnen und Bauern beim biologischen Anbau allerdings auf chemisch-synthetische Unkrautvernichtungsmittel verzichten, müssen die Beikräuter immer wieder weggehackt werden – häufig sogar per Hand. Nur so bekommen die Rüben genügend Platz, Licht und Nährstoffe zum Wachsen. Das macht die Bio-Rübenzucker-Herstellung nicht nur kostenintensiv und lässt den Preis ansteigen, sondern für viele auch unattraktiv.

Brauner vs. weißer Zucker – was ist gesünder?

Um Zucker herzustellen, wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben als erstes Saft gepresst, der dann wiederum zu Sirup eingekocht wird. Es kommt zur Kristallisation und Zucker bildet sich. Dieser ist – oh Wunder – braun. Grund dafür ist schlichtweg ein verunreinigtes Rohprodukt. Um den braunen Zucker zu reinigen, wird er also lange gewaschen und so lange getrocknet, bis die Kristalle weiß sind. Tadaaa – fertig ist der raffinierte Zucker. Und die Erkenntnis, dass brauner Zucker nicht automatisch gesünder ist. 


Kleine Sidenote: die Zuckerlüge. Weil sich brauner Zucker besser verkauft, wird raffinierter Zucker sogar häufig nachträglich mit Sirup wieder eingefärbt. 


Ist Rübenzucker gesund?

Ein Thema scheint viele zu beschäftigen: Welcher Zucker ist gesund? Welcher Zucker ist am gesündesten? Wie schädlich ist Zucker? 


Haushaltszucker, Brauner Zucker, Rohrzucker, Rohzucker, Rohrohrzucker, Rübenzucker – Zuckerarten gibt es viele, aber in diesem Fall bleibt Zucker einfach Zucker. 


Auch bieten Roh- oder Vollrohrzucker keinen nennenswerten gesundheitlichen Vorteil gegenüber raffiniertem Rohr- oder Rübenzucker. Lediglich beim Geschmack gibt es feine Unterschiede. Und das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Es ist wie so oft: Die Dosis macht's. Und zu viel ist immer ungesund. 

weißer und brauner Zucker im Vergleich

Rübenzucker – Verwendung

Wenn Rübenzucker nicht gerade den Weg in unsere leckere Schokolade findet, kann er natürlich auch anderweitig verwendet werden. Im Prinzip lässt er sich genau wie herkömmlicher Industriezucker verwenden: zum Backen, zum Kochen, für Nachspeisen, an Popcorn, in Tee oder Cocktails. Auch im Klassiker “Milchreis mit Zimt und Zucker” sorgt er für die gewünschte Süße. Achtung, Ohrwurmgefahr: Wenn “Zucker im Kaffee” nicht nur dein Lieblingssong, sondern auch deine Guilty Pleasure ist, kannst du ebenfalls zu Rübenzucker greifen. 


Du suchst nach einer kleinen Belohnung nach dem Training oder einem Dessert nach dem Essen? Dann kannst du den Zucker auch karamellisieren und anschließend Nüsse oder Obst in die Karamellmasse geben – bei diesem Zuckerfest wirst du garantiert zum/zur Zuckermeister:in.

Rübenzucker für Babys – wie viel ist okay?

Wenn es um das Wohl deines Babys oder Kleinkindes geht, solltest du dich am besten an Expert:innen in diesem Gebiet wenden. Die kennen sich in diesem Fall besser aus und können dir bestimmt sagen, ab wann dein Kind Zucker essen darf und welche Zuckerart am besten geeignet ist. Generell ist es sinnvoll, die Kleinen erst so spät wie möglich an Haushaltszucker/ Rübenzucker zu gewöhnen und vorerst auf natürliche Süße zu setzen. Allgemein lässt sich Zucker sehr gut mit Obst, Datteln und anderen getrockneten Früchten oder Honig ersetzen. Auch hier möchten wir dich aber bitten, im Zweifel immer erst Rücksprache mit Expert:innen zu halten. 

Warum wir von Kokosblütenzucker zu Rübenzucker wechseln

Es war ein langer Prozess, ein langes Hin und Her, das uns rauchende Köpfe beschert hat. Warum wir uns letztendlich dazu entschieden haben, uns von Kokosblütenzucker zu verabschieden und stattdessen regionalen Rübenzucker zu verwenden, haben wir in unserem Blogartikel "Impact wiegt mehr als Zucker – nucao ändert sich" ausführlich erklärt. Schau dort gerne mal vorbei. 


Sprechblase: Was sagt ihr zu unserem Zuckerswitch? Sinnvoll oder doch nicht?

Du hast noch mehr Fragen zu Rübenzucker?

Dann kannst du dich jederzeit gerne an unseren Customer-Happiness-Service wenden oder uns auf Instagram schreiben – wir freuen uns auf den Austausch.

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