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Bye bye Plastik – Hi Zellulose! Alles über unsere Verpackungsfolie

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plastikfreie Verpackung

Wünschst du dir eine Welt ohne Plastikmüll? Wir auch!

Plastik, plastic, plastique, plástic oder 塑料 – Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der Verschmutzungen durch Plastikmüll und Mikroplastik leider allgegenwärtig sind. Plastik verunreinigt dabei aber längst nicht mehr nur Landschaften, Gewässer und Böden, sondern auch uns selbst. So haben Forscher erst kürzlich zum ersten Mal Rückstände winziger Plastikpartikel in menschlichen Körpern nachgewiesen. Ja ok, Plastik ist aufgrund seiner Langlebigkeit und Robustheit sicher als Werkstoff praktisch und nützlich. Woran es aber nach wie vor mangelt ist eine kritische Auseinandersetzung von Politik und Wirtschaft mit den derzeitigen Entsorgungsproblemen von Kunststoffen und deren katastrophalen Folgen für uns und unseren Planeten. Auch konkrete und effektive Maßnahmen zur Eindämmung der Plastikflut auf weltweiter Ebene wurden bislang nicht durchgesetzt.

Wir haben deshalb beschlossen die Sache selbst in die Hand zu nehmen und unseren eigenen Beitrag zur Verminderung von Plastikmüll zu leisten. „Be the change you wish to see in the world” - Inspiriert durch die weisen Worte Gandhi’s wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen und haben für unsere Produkte besonders umweltfreundliche Verpackungsalternativen entwickelt – plastikfrei und kompostierbar. In diesem Artikel erfährst du alles was du über unsere Verpackungsfolie wissen musst.

Wusstest du…?

…dass jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich etwa 120kg an Plastikmüll produziert?

…dass Plastik nach aktuellem Wissensstand niemals vollständig von Mikroorganismen zersetzt werden kann? Es zerfällt lediglich in Mikro- und später in Nanoplastik und bleibt daher oft bis zu 500 Jahre oder länger als Störkörper in der Umwelt zurück. 


…dass sich die Kunststoffproduktion weltweit seit den 1960er-Jahren von 15 auf 322 Millionen Tonnen im Jahr 2015 verzwanzigfacht hat? Mit 11,5 Millionen Tonnen wird in Deutschland so viel Plastik verbraucht wie in keinem anderen europäischen Land – Tendenz steigend.

…dass in Europa 40% des gesamten Plastikverbrauchs auf die Verpackungsindustrie entfallen und dass Verpackungsfolien in Deutschland mit etwa 38% den weitaus größten Anteil an der gesamten Kunststoffpackmittelproduktion ausmachen? Gefolgt von 16% Prozent für Becher und Dosen und 12% für Beutel und Tragetaschen.


…dass in Deutschland derzeit noch weniger als 50% des Kunststoffabfalls recycelt, also zur Herstellung neuer Produkte verwendet wird? Der Rest wandert in Müllverbrennungsanlagen oder wird exportiert.

Unsere Verpackungsfolien im Detail

nucao Folienzusammensetzung

Unsere umweltfreundlichen Verpackungsfolien wurden gemeinsam mit der SUPERSEVEN GmbH  für unsere speziellen Bedürfnisse entwickelt. Unsere nucao Folie ist eine reine Repaq-Zellulosefolie, die sich bereits innerhalb von 42 Tagen unter Idealbedingungen zersetzt. Bei unserer nupro Folie handelt es sich um ein um ein zweischichtiges Repaq-Folienlaminat, das zu 50% aus FSC-zertifizierter und gentechnikfreier Zellulose und zu 50% aus Biopolymeren besteht. Die Innenschicht der Folie aus Biopolymer ist belastbarer als die reine Zellulosefolie und schützt die wertvollen Inhaltsstoffe so optimal. Auch hier verwenden wir natürliche und nachwachsende Rohstoffe wie Zellulose, Stärke, Säure, Zucker sowie natürliche und synthetische Öle. Durch die zusätzliche Schicht aus Biopolymer braucht unsere nupro Folie noch etwas länger bis sie vollständig kompostiert ist (etwa 180 Tage). Eine bessere Alternative ist uns bisher aber nicht bekannt. Das Gute an unseren Verpackungen: alle Komponenten sind zertifiziert nachweislich kompostierbar, gentechnikfrei und haben die Trustmark „PLASTICFREE“ von der britischen Umweltorganisation „A Plastic Planet“ verliehen bekommen. Sie zersetzen sich rückstandslos ohne der Umwelt zu schaden. Damit bleibt kein Müll und kein Mikroplastik in der Natur zurück.

nupro FolienzusammensetzungUnsere Nu+ Folienzertifikate

Die richtige Entsorgung

Idealerweise kannst Du unsere Verpackungsfolien auf dem heimischen Kompost entsorgen. Damit die Folienbestandteile im natürlich biologischen Kreislauf zersetzt und als Wertstoffe direkt in die Natur zurückgegeben werden, braucht es ausreichend Wärme, Feuchtigkeit und Mikroorganismen. All diese Komponenten sind in einem Kompost von Natur aus gegeben, sodass unsere Folien unter idealen Bedingungen innerhalb von etwa 42 Tagen bzw. 180 Tagen vollständig zersetzt werden können.

Natürlich biologischer Kreislauf unserer Zellulosefolien

Du hast keinen eigenen Kompost? Kein Problem, denn du kannst unsere Folien auch über die Biotonne, den Restmüll oder den Gelben Sack entsorgen. Die Entsorgung über die Biotonne ist derzeit allerdings nicht überall erlaubt. Das liegt aber nicht an den Folien selbst, sondern am deutschen Müllentsorgungssystem. In Deutschland wird die Müllentsorgung nämlich kommunal geregelt, weshalb die Entsorgungszulassung von kompostierbaren Folien den technischen Möglichkeiten der kommunalen Kompostieranlagen obliegt. Nicht in jeder Kompostieranlage herrschen die gleichen Wärme- und Feuchtigkeitsbedingungen und jede Anlage hat auch ihre eigenen Bestimmungen wie viel Zeit ein Stoff bis zur vollständigen Zersetzung maximal benötigen darf. Mittlerweile ist in Deutschland tatsächlich eine Vielzahl unterschiedlichster biologisch abbaubarer Folien im Umlauf, was es für die Entsorger schwieriger macht, die Unterschiede zu erkennen und ihre Kompostieranlagen entsprechend einzustellen. Ein großer Teil der deutschen Kompostieranlagen ist momentan noch nicht auf die richtige Entsorgung kompostierbarer Folien eingestellt. Die Folien werden dort als „Störfaktor“ empfunden und händisch aussortiert, was einen immensen Aufwand bedeutet.

Wenn du unsere Verpackungsfolien über den Restmüll oder den Gelben Sack entsorgst, ist das zwar nicht ideal aber unsere Folie ist auch hier noch wesentlich umweltfreundlicher als herkömmliche Verpackungsfolien aus Plastik, da bei der Verbrennung keinerlei schädliche Gase oder Substanzen entstehen, die in die Umwelt gelangen.

Die bessere Energiebilanz: Plastik vs. Zellulose

Oft werden wir gefragt ob eine möglicherweise aufwendig produzierte Zellulosefolie nicht eine schlechtere Energiebilanz als Plastik habe, weil von Plastik für die gleiche Anwendung eine viel geringere Menge verwendet werden kann. Tatsächlich schneiden biobasierte Kunststoffe in Rankings in den Punkten "CO2 Emissionen" (Klimaschutz) und "Verbrauch fossiler Energien" (Schonung endlicher Ressourcen) besser ab als fossile Neukunststoffe.

Denn wenn man davon ausgeht, dass ein großer Teil des weltweit produzierten Plastiks in die Umwelt gelangt (was ganz offensichtlich passiert bei 8 Millionen Tonnen Plastik die alleine jedes Jahr in den Ozeanen landen) und man dies erstens verhindern und zweitens rückgängig machen will, muss man sich überlegen mit welchem energetischen Aufwand das verbunden ist – und der ist gigantisch. Energetisch gesehen ist es immer dann eine Katastrophe, wenn externe Effekte rückgängig gemacht werden müssen. Müssten die Hersteller selbst dafür Sorge tragen, dass Plastikmüll, der durch sie in die Umwelt gelangt, wieder entfernt wird, dann würde es wahrscheinlich kaum noch jemand verkaufen, weil es ein enormer Aufwand und sehr teuer wäre! Ein weiteres Problem sind Verbundmaterialien. Plastik allein hat für die Lebensmittelbranche keine perfekten Eigenschaften und benötigt oft eine Schicht Aluminium. Diese Verbundmaterialien wieder zu recyceln ist kaum möglich und daher werden auch noch weniger als 50% des Plastiks in Deutschland recycelt.

Einfacher ist das bei Zellulosefolie. Obwohl auch diese noch nicht perfekt ist, gibt derzeit keine umweltverträglichere Folie in der Gesamtbewertung, nur KEINE Verpackung wäre besser. Der Anteil, der davon möglicherweise in die Umwelt gelangt, zersetzt sich nämlich nach und nach rückstandslos – im Gegensatz zu Plastik, das dort noch etwa 500 Jahre oder länger als Müll herumliegt oder als Nanoplastik Biomembranen durchwandert und in unsere Zellen eindringt. (Wenn das mal nicht eine erschreckende Vorstellung ist!)

Auch wenn biobasierte Kunststoffverpackungen wie die Zellulosefolie bislang noch einen sehr geringen Anteil am gesamten Verpackungsmarkt ausmachen, so gibt es langfristig gesehen zahlreiche Möglichkeiten diese in großem Maßstab aus nachhaltigen Rohstoffen und energieeffizient aus Agrar-, Rest- und Abfallstoffen oder sogar Algen herzustellen. Worauf es jetzt ankommt, ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik, aber auch zwischen Verpackungsproduzenten und den Entsorgern. Denn nur durch Dialoge und Kompromisse kann der Ausstieg aus dem Plastikwahn und eine flächendeckende Umorientierung hin zu kompostierbaren Verpackungen in naher Zukunft gelingen. Wir machen das schon – machst du mit?

 #letsgrowtogether

 

Quellen:
https://biowerkstoffe.fnr.de/fileadmin/allgemein/images/veranstaltungen/biokunststoffe_2018/Biobasierte_KS-Bilderbuch-final.pdf
https://www.faz.net/aktuell/generation-plastik/generation-plastik-wie-gut-recycelt-deutschland-wirklich-15782613.html
https://www.global2000.at/plastik
https://www.nachhaltigkeitneudenken.org/2013/04/biokunststoffe/
https://www.superseven.eu/de/standards/
https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/altpapier#textpart-5
https://www.verycompostable.com/categories/material/
https://www.tagesschau.de/ausland/plastikmuell-133.htm
 

 


1 Antwort

Utho
Utho

Juni 28, 2019

Bravo. So bekomme ich ein gutes Gefühl beim Konsum. Dankeschön.

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