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Die Plastik-Krise – Folgen für unsere Weltmeere

Die Plastik-Krise – Folgen für unsere Weltmeere

Plastik ist in unserem Alltag allgegenwärtig und kaum mehr wegzudenken: die folierte Bio-Gurke, der Kaffeebecher to-go, die Zahnbürste - selbst im Shampoo ist Mikroplastik enthalten. Jeder von uns kommt regelmäßig mit Plastik in Berührung, oft nehmen wir es gar nicht bewusst wahr.

Rund 300 Millionen Tonnen Plastik werden jährlich produziert da es vielfältig einsetzbar, robust und langlebig ist. Die Folgen für unser Ökosystem und insbesondere für die Meere sind jedoch fatal. Das Meer – ein hochkomplexes Ökosystem – reguliert und beeinflusst unser Klima maßgeblich und generiert mehr als die Hälfte des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre. Außerdem ist es das Zuhause von etwa 2,3 Millionen verschiedener Arten auf unserem Planeten und somit für uns alle lebensnotwendig und essentiell. Das größte Problem: Plastik verschwindet nicht einfach so, sondern zerfällt nach und nach in kleine Teilchen zu sogenanntem Mikroplastik, das mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen ist.

Mehr als 80 Prozent des in den Meeren vorhandenen Mülls ist Kunststoff und wird nur sehr langsam durch Sonneneinstrahlung und Salzwasser zersetzt. Eine Plastikflasche braucht zum Beispiel 450 Jahre bis sie vollständig aufgelöst ist. Die Folgen sind weitreichend. Wasserverschmutzung ist nur ein kleiner Teil des Problems, Meerestiere leiden darunter und auch die Lebensfähigkeit von Meeresorganismen und unserem gesamten Ökosystem ist dadurch stark beeinträchtigt.

Doch welche Folgen zieht der Plastikmüll eigentlich mit sich? Was geschieht in den Weltmeeren und mit den Meerestieren? Und was können wir dagegen tun?
Wir stellen dazu vier Fakten und das Projekt “The Ocean Cleanup” vor.

 

#1 Plastikmüll im Meer


(© Foto: the ocean clean up)

Plastik aus Verpackungen, PET-Flaschen & Co. aber auch weniger offensichtliche Quellen wie Kosmetikrückstände brauchen einige hundert Jahre bis sich auch das letzte Mikroteilchen zersetzt hat. Über sechs Millionen Tonnen davon landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Der Plastikmüll kommt auf viele verschiedene Wege dorthin, hauptsächlich über verschmutzte Strände, verdreckte Flüsse, durch Mülldeponien und nicht ordnungsgemäße Entsorgung. Die Tendenz ist steigend, sodass es bei gleichbleibendem Konsum 2050 voraussichtlich mehr Plastik als Fische in unseren Meeren geben wird.


#2 Gefahr für Tiere


(© Foto: the ocean clean up)

Meeresvögel verwechseln Tüten mit natürlicher Nahrung und verhungern trotz vollem Magen an durch Plastik verstopften Verdauungstrakten oder inneren Verletzungen. Im Wasser treibende Plastiktüten werden mit Quallen oder Mikroplastik mit Plankton verwechselt und gelangen auf diese Weise in die Mägen verschiedener Tiere. Wale, Delfine und Fische verfangen sich in Plastikringen, Tüten, Fischernetzen oder Folien und ersticken oder ertrinken kläglich, da sie sich nicht mehr selbstständig befreien können. Auf diese Weise sterben jährlich bis zu 100.000 Meeressäuger. Zusätzlich führt die Veränderung der Lebensräume zu Vertreibungen, Stress und Verletzungen im Tier- und Artenreich.

 

#3 Müllinseln im Meer

Die größte Müllinsel im Meer, auch Great Pacific Garbage Patch genannt, ist eine Insel, die sich durch die Meeresströmungen aus Millionen Tonnen von Plastik angesammelt hat. Diese Insel hat inzwischen erschreckende Ausmaße angenommen und umfasst eine Fläche, die die Größe von Mitteleuropa erreicht hat. Und dennoch wird sie in Zukunft stetig wachsen, wenn wir mit unserem bisherigen Plastikgebrauch fortfahren. Auch in Äquatornähe haben sich bereits mehrere Müllinseln gebildet, da hier verschiedene Meeresströmungen aufeinandertreffen und eine Anhäufung begünstigen. Fatalerweise bieten diese Strömungen ebenfalls eine hervorragende Nahrungsquelle, weshalb sich dort viele verschiedene Meerestiere sammeln und so Plastikteile und Mikroplastik zu sich nehmen.

 

#4 Trinkwasser

Auch unsere Kläranlagen können die Mikroplastikteilchen nicht herausfiltern, wodurch Abfälle und Überreste in den Flüssen landen und letztendlich über den natürlichen Kreislauf ins Meer gelangen. Vor allem beim Waschen lösen sich bis zu 2.000 Faserteilchen pro Kleidungsstück in die Umwelt und somit auch ins Trinkwasser. Dadurch sind etwa 72 Prozent des Leitungswassers in Europa mit Plastikteilchen belastet.



#5 The Ocean Cleanup


(© Foto: the ocean clean up)

Der Niederländer Boyan Slat, ehemaliger Student der Luft- und Raumfahrttechnik, erkannte schon vor einigen Jahren den Ernst der Lage und startete infolgedessen das über Crowdfunding finanzierte Pilotprojekt The Ocean Cleanup. Er entwickelte ein System von schlauchartigen V-förmig angelegten Rohren, die herum treibenden Müll einkesseln und sammeln. Anschließend wird der Müll mit Hilfe von Förderbändern in Sammelbehälter abgefüllt und zum recycling abtransportiert. Betrieben wird das Ganze durch Solarenergie. Die Testläufe in der Nordsee waren sehr erfolgreich und es soll bereits diesen Sommer im Pazifik installiert werden. The Ocean Cleanup ist eines der ersten großen Versuche die riesigen Müllberge aus dem Meer zu entfernen, aufzubereiten und gegebenenfalls wiederzuverwenden.

Ein solches Projekt zeigt, dass durch Innovation und Willenskraft ein Wandel zu sauberen Meeren und Veränderungen möglich ist.


Diese Situation sollte uns einen Anstoß geben, über unser Konsumverhalten in einer Wegwerfgesellschaft nachzudenken und dieses kritisch zu hinterfragen. Die Folgen sind nicht nur für das Meer und seine Bewohner verheerend, sondern beeinflussen unser gesamtes Ökosystem. Es lohnt sich auch im Kleinen die eigene Müllproduktion und Entsorgung zu hinterfragen, alternative, plastikfreie Verpackungslösungen, wie die kompostierbaren Folien von nu+cao, zu fördern und Projekte wie “The Ocean Cleanup” zu unterstützen.


 

# letsgrowtogether



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