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Hype um Kokosblütenzucker - aber warum?

2 Kommentare

Hype um Kokosblütenzucker - aber warum?

Die süße Zuckeralternative aus den Tropen ist in aller Munde. Karamelliger Geschmack, eine feine Vanille-Malz-Note und verträglicher als raffinierter Zucker - klingt natürlich erstmal sehr vielversprechend. Aber was ist das braune Gold eigentlich genau und warum ist der Zucker aus der Kokospalme gesünder als herkömmlicher Industriezucker?

 

#1 Kokos-Blüten-Zucker - Was genau ist das eigentlich?

Zucker, der aus den Blüten der Kokospalme gewonnen wird. Es ist tatsächlich so einfach. Die Bauern in den Anbauländern, hauptsächlich Südostasien, klettern die Palmen hinauf und schneiden die Blüten der Kokospalmen ein. Aus der Einschnittstelle sondert die Palme einen Sirup ab, welcher in Schalen aufgefangen und anschließend eingekocht, getrocknet und gemahlen wird. Es entsteht eine feine, krümelige Masse, die wie geröstetes Paniermehl aussieht, sich jedoch auf der Zunge sofort löst und einen angenehm süßen Geschmack hinterlässt. Diese Verarbeitungskette ist verglichen mit herkömmlichem Zucker sehr kurz, weshalb der Zucker aus der Kokospalme einen Teil seiner Nährstoffe – Ballaststoffe, Magnesium, Eisen, Zink und Antioxidantien – noch enthält.

Aus einer Palme können pro Tag circa zwei Liter Kokosblütennektar gewonnen werden, woraus dann 500 Gramm Zucker entstehen, dessen Hauptbestandteil, wie bei den meisten Zuckerarten, Saccharose (Haushaltszucker) ist. Diese Zuckeralternative kann sehr vielseitig zum Kochen und Backen genutzt werden. So findet sie beispielsweise in vielen asiatischen Gerichten Anwendung, aber auch im Obstsalat, in cremigen Nachspeisen oder verschiedenen Getränken.

 

Kurz gesagt: Kokosblütenzucker wird aus der Kokospalme gewonnen und nur geringfügig weiterverarbeitet - wodurch viele Nährstoffe erhalten bleiben.

 

#2 Zucker - Die süße Verführung

Dass raffinierter Zucker schädlich ist, wissen mittlerweile zum Glück die meisten, aber was genau macht eigentlich Industriezucker so schädlich?

Unser normaler Haushaltszucker wird aus Pflanzen, zumeist Zuckerrüben oder Zuckerrohr, industriell hergestellt und besteht zum Großteil aus Saccharose. Zunächst wird in Extraktionstürmen die süße Stärke aus der Pflanze herausgelöst, wodurch ein dünnflüssiger Saft entsteht – der Rohsaft, der lediglich 15 Prozent Saccharose enthält. Nach dem Filtern und Eindampfen dieses Saftes enthält der entstandene Sirup ungefähr 75 Prozent Saccharose und wird über die Raffination kristallisiert. Um besonders reinen und weißen Zucker zu erhalten werden hierfür wiederum mehrere Stationen durchlaufen. Während dieses Prozesses werden dem eingedickten Sirup sämtliche Ballaststoffe, Mineralien und sonstige Nährstoffe entzogen.

Der Nachteil des über Raffination industriell hergestellten Zuckers: Es sind sogenannte leere Kalorien, die jedoch häufig in zu großen Mengen konsumiert werden. Diese leeren Kalorien kann der Körper nicht verwerten, schwächen das Immunsystem und sorgen für einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem fördern sie langfristig gesehen nicht nur Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Bluthochdruck, Karies und Hyperaktivität, sondern auch das verfrühte Auftreten von Alterserscheinungen. Vor diesen negativen Auswirkungen von Zucker, sowie vor Osteoporose, Diabetes, Asthma oder Multiple Sklerose versuchen sich immer mehr Menschen zu schützen und suchen nach einer gesünderen Alternative.

 

Kurz gesagt: Aufgrund des Raffinationsverfahren wird normaler Haushaltszucker sehr fein und weiß kristallisiert, wodurch keine Nährstoffe erhalten bleiben.

 

#3 Zucker vs. Kokosblütenzucker

Industriezucker wird ebenso wie Kokosblütenzucker aus Pflanzen hergestellt, welche im rohen Zustand und in verschiedener Intensität natürliche Nährstoffe enthalten. Da beide Zuckerarten fast ausschließlich aus Saccharose – Haushaltszucker – bestehen und knapp 400 Kilokalorien enthalten ist der Kokoszucker aus dieser Perspektive kaum kalorienärmer als herkömmlicher Zucker. Der feine Unterschied besteht in der Herstellung der Zuckerkristalle, weshalb der Mineralienanteil (z.B. Zink, Magnesium und Eisen) von Kokosblütenzucker höher ist und in der weiteren Verarbeitung in unserem Körper, in seiner ursprünglichen und annähernd naturbelassenen Form erhalten bleibt. Zudem enthält der Nektar mehr als 2 Prozent* Ballaststoffe, welche stark verdauungsfördernd und wichtig für unseren gesamten Verdauungstrakt sind.

 

Kurz gesagt: Aufgrund der verschiedenen Herstellungsverfahren behält der Kokosblütenzucker im Gegensatz zu Industriezucker einen Teil seiner Nährstoffe.

 

#4 Warum ist Kokosblütenzucker trotzdem besser?

Zur Bestimmung der Wirkung eines Kohlenhydrates (Zuckers) in unserem Körper ist der glykämische Index (GI) eine maßgebliche Kennzahl. Er beschreibt den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von kohlenhydrat- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln. Je geringer der Index desto weniger steigt der Blutzuckerspiegel an. In diesem Falle ist es ein klares Plus für den Kokosblütenzucker, da er einen glykämische Index (GI) von 35 aufweist und damit weit unter dem des raffinierten Zuckers mit einem GI von 80 liegt. Der geringe Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Kokosblütenzucker führt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl, und einer niedrigen Insulinausschüttung. Wird nach einem stark ansteigenden Blutzuckerspiegel viel Insulin ausgeschüttet sinkt der Zuckergehalt in unserem Blut sehr schnell unter das normale Level. Dieser rapide abfallende Blutzuckerspiegel führt schnell zu Heißhungerattacken.

 

Kurz gesagt: Der niedrige glykämische Index des Kokosblütenzuckers lässt den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen, wodurch die Ernährung bewusster geschieht und ein angenehmes Sättigungsgefühl entsteht.

 


Kokosblütenzucker wird aus dem Sirup der Blüten der Kokosnusspalme extrahiert. Die Naturbelassenheit und somit die enthaltenen Vitamine, Ballaststoffe sowie der vergleichsweise geringe glykämische Index machen ihn zu einer echten Alternative zum gängigen Industriezucker.

Uns bei nucao war es sehr wichtig einen Snack zu entwickeln, der lange satt macht und gleichzeitig auch rundum nahrhaft ist. Daher verwenden wir für unsere nucao-Riegel getrockneten Kokosblütennektar – ein fruchtig süßer Geschmack, für ein gutes Gewissen!

* Dieser Wert variiert je nach Herstellungsverfahren und Firma.


2 Antworten

Marion Krenze
Marion Krenze

Mai 02, 2019

Stimmt, geht auch ganz ohne :)
Zucker macht süchtig, egal welche Sorte …

Oliver Baumbach
Oliver Baumbach

April 15, 2019

Das klingt super, aber werden nicht auch die Wälder gefällt um Palmen an zu Pflanzen. Dieses Problem, ist ja auch ein großes. Mfg Oliver

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