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MacherInnen: Handgefertigte Jeans von Johann Ruttloff

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MacherInnen: Handgefertigte Jeans von Johann Ruttloff

Bilder von Julius Erler

Öffnet man die schwere Eisentür vor Johanns Atelier, scheint man in der Zeit zurück zu reisen und eine andere Welt zu betreten. Der große Raum steht voller alter Nähmaschinen, eine außergewöhnlicher als die andere. Da steht eine Merrow M-3Q-3 neben einer alten Cornely, alle wurden sie von Johann persönlich ausgesucht und wieder in Betrieb genommen. Seine persönliches Team, nennt er sie liebevoll, uns wäre kein passenderer Begriff eingefallen. 


Im hinteren Teil des Raumes fällt der Blick schnell auf eine riesige Wand, voll behangen mit den verschiedensten Jeansstoffen und Schnittmustern. Das Atelier fängt die Atmosphäre von Johann Ruttloffs Arbeit ziemlich gut ein: Hier wird noch richtiges Handwerk betrieben. 




Dabei hat er sich genau dieses Handwerk, von der Auswahl der hochwertigen Stoffe bis zur kleinsten Naht, komplett selbst beigebracht. Die alten Maschinen sind seine Leidenschaft, sie sind nicht nur für seine Arbeit, sondern auch für sein Ideenreichtum maßgeblich, denn Johann baut sich sein Werkzeug einfach selbst zusammen, wie er es braucht. 


Vielleicht war das auch der Grund, warum es insgesamt 5 Jahre dauerte, bis sich die Ergebnisse seiner Arbeit richtig rentiert haben. 5 Jahre in denen er die alten Maschinen umrüstete, viel schraubte und die verschiedensten Stoffe zu Jeanshosen verarbeitete, mit deren Qualität er zufrieden war.

Er ist ein Perfektionist mit starkem Willen und unglaublich viel Durchhaltevermögen. Dieser Perfektionismus zeigt sich seit mehr als 10 Jahren auch in der Auswahl seiner Stoffe, denn diese bezieht er aus Japan. Das Land ist noch eines der wenigen, welche die Produktion und Arbeit der Herstellung eben dieser Stoffe fair bezahlt und den gleichen hochwertigen Qualitätsanspruch wie Johann teilt. 

Erst in diesem Jahr war er selbst vor Ort, um sich die Textilfabriken, aber auch Japan einmal genauer anzuschauen. Er erzählt begeistert von den Traditionen und der Kultur des Landes und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass sich diese auch ein kleines Stück in seinen Jeans widerspiegeln. 

Die meisten Hosen erstellt er auf Maßanfertigung und dabei achtet er vor allem auf die Langlebigkeit der Jeans. Über Fast-Fashion kann Johann nur den Kopf schütteln, denn er plant schon beim Konzept, vor dem eigentlichen Nähen, die Veränderungen der Stoffe über die Jahre und den Tragekomfort der Hosen mit ein. Sie sollen praktisch, ästhetisch und hochwertig sein, drei Worte die sein Label ziemlich gut beschreiben. 


Selbst für kaputte Jeans oder kleine Löcher hat Johann eine Lösung parat, bei ihm gibt es einen Fine Art Repair - Service. Dieser Service scheint die perfekte Alternative für schnelllebige Mode zu sein, denn anstatt alle Kleidungsstücke mit kleinen Fehlern sofort wegzuwerfen, kann man sie bei ihm auch einfach reparieren lassen. 

Mal ganz ehrlich - wer von uns kennt es nicht, wenn die Lieblingshose sich auf einmal von selbst aufzulösen scheint und wir ihr mit einem traurigen Auge hinterherschauen? Mit einer Jeans von Ruttloff wäre das nicht passiert. 

Wenn wir die Diskussion über Fast-Fashion aber einmal beiseite legen und noch einen Blick in das Atelier von Johann werfen, können wir noch viel über die Herkunft und die Herstellung von Jeanshosen lernen. Niemand erzählt leidenschaftlicher von Schnitten, Stoffen und einzigartigen Maschinen, allein deshalb lohnt sich ein Besuch bei dem Näher aus Dresden. 

Katja Heinemann
... lebt eigentlich als digitale Nomadin mit Snacks oder Kaffee hinter ihrer Kamera oder dem Laptopbildschirm. Sollte der Schreibtisch dann doch einmal leer vorzufinden sein, steht sie mit höchster Wahrscheinlichkeit in der Natur auf einem Berg und lässt sich die frische Luft um die Nase wehen.


1 Antwort

JudKwnHVFgUqj
JudKwnHVFgUqj

November 15, 2019

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