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Mein Weg vom Ingenieurs-Studium zum nu company-Gründer

Mein Weg vom Ingenieurs-Studium zum nu company-Gründer

Nachdem Christian und Thomas (Mitgründer von the nu company) schon ihre Start-Up Story zum Besten gegeben haben, freue ich mich riesig, auch meine kleine Geschichte mit Euch zu teilen – meinen Weg zu the nu company.

Der Anfang vom Anfang

Meine Reise beginnt schon sehr, sehr früh in meinem Leben – und zwar mit einer ziemlichen Herausforderung: Als Baby konnte meine Mama mich leider nicht stillen, was mir ziemliche Bauchschmerzen und meinen Eltern für viele Monate einen Schreihals beschert hat. Muttermilch ist allerdings essentiell und unersetzlich, um ein starkes Immunsystem zu entwickeln. Ohne Muttermilch, keine besonders tolle Immunabwehr – eine ganz einfache Gleichung. Das war also der Anfang einer langen Reise durch zahlreiche Arzt- und Heilpraktikerpraxen bis weit in meine Jugend hinein.

Die Weisheit des Winston Churchill

In meiner Jugendzeit habe ich in der Schule eine Rede des schon sehr alt gewordenen Sir Winston Churchill gelesen: Es waren viele hundert angesehene Persönlichkeiten eingeladen. Churchill humpelte langsam ans Rednerpult und schaute in die Menge. Alle warteten gespannt auf die Worte dieser geschichtsträchtigen Figur. Und er begann seine Rede mit den Worten: „never, never, never, never give up.“ Und … das war‘s! Er schaute noch ein paar Sekunden ins Publikum und ging wieder von der Bühne, was bei der Mehrheit der Anwesenden nicht gerade Begeisterung auslöste. Aber die Message kam nach einer Weile an – auch bei mir. Für ihn war es immer das Wichtigste, einfach nie aufzugeben – egal wie aussichtslos die Situation auch sein mochte. Diese Erkenntnis hat sich damals sehr tief in meinen zu dieser Zeit sehr empfänglichen pubertären Charakter eingebrannt.

Gesundheit selbst in die Hand nehmen

Schon früh bemerkte ich, dass viele Menschen nicht viel Ahnung von dem haben, was Sie mir über das Thema Gesundheit zu vermitteln versuchten. Irgendwann dämmerte es mir, dass ich das Heft selbst in die Hand nehmen und meine Gesundheit zur Chefsache erklären musste. So verschlang ich viele Bücher über alternative Heilmethoden und Ernährungsphysiologie und probierte so ziemlich alle Therapien und Ernährungsformen aus, die es nur gab. Meine Freunde und Verwandten schüttelten oft nur den Kopf, als sie sahen, was ich mir so alles zubereitete. Meine Sturheit hat mich allerdings davor bewahrt, auch nur einen Zentimeter von meinem Weg abzuweichen. Dies bedeutete zwar häufig auch zunächst Umwege zu gehen, aber nur auf diese Weise konnte ich die für mich optimale Lebensweise finden. Heute geht es mir durch vegane Ernährung, intermittierendes Fasten und regelmäßigen Sport endlich richtig gut. Das hat also sicherlich mit diesen Themen zu tun – aber nicht nur. Einen großen Anteil hatte sicherlich auch, dass ich in nucao für mich ein Projekt gefunden hatte, für das ich brannte, wie für keines zuvor.

Zusatzausbildung und gesunde Schokolade

Zu guter letzt kam ich auch um eine Heilpraktikerausbildung nicht herum, ohne die ich keinen Zugang zu den wirklich spannenden Seminaren der Medizin und Ernährungswissenschaft gehabt hätte. Vielleicht hat aber gerade diese Kombination aus Medizin light und der Aachener Ingenieursschule die Grundlagen für optimierte und gesunde Schoki gelegt ;) Auf jeden Fall hat mich diese Zeit Durchhaltevermögen, Resilienz und Sturheit gelehrt – alles wichtige Grundzutaten für das Rezept von nucao.

Die zündende Idee

Durch mein Studium noch halb in meinem Freidenken und meiner Kreativität betäubt, verhalf letzten Endes eine Kombination aus einem früheren Geburtstagsgeschenk und dem fürchterlichen englischen Essen zur zündenden Idee. Den Anstoß für nucao hatte meine damalige Freundin gegeben, die mir zum Geburtstag meine Lieblingsschoki aufschmolz und mit ein paar Nüssen und Beeren verfeinerte. Diese Idee sollte später gemeinsam mit einer Portion Hanfsamen die Grundlage für das erste nucao Rezept werden. Nachdem wir in Aachen noch einmal eine extra Portion Gründer-Motivation in Vorlesungen zu Start-ups und Gründungsmanagement gesammelt hatten, waren wir also bereit für unser großes Abenteuer: die Gründung eines Food Start-ups.

Mit dieser Kombination an Eckpfeilern in meinem Leben, war ich mir sicher, meinen Weg in the nu company gefunden zu haben. Tiefgrün hinter den Ohren, aber hoch motiviert, unsere Prinzipien und Werte in Produkte zu gießen, stürzten wir uns Anfang 2016 also in das Gründungsabenteuer mit dem Ausgang: UNGEWISS.

Rückblickend waren wir zu Beginn in vielerlei Hinsicht unglaublich blauäugig und haben verdammt viele Fehler gemacht. Aber dieser Aktionismus hat uns in der frühen Phase der Gründung auch geholfen über den ein oder anderen Zweifler hinwegzusehen und einfach weiter zu machen. Wir haben zwischenzeitlich richtig harte Zeiten erlebt und sind oft an unsere mentalen und körperlichen Grenzen gekommen. Ob ich damals beim stundenlangen Spülen der nucao-Formen schon einmal über den relaxteren und besser bezahlten Job als Ingenieur einer namhaften deutschen Firma nachgedacht habe – klar. Und in schwierigen Stunden tat der Vergleich ganz offen gestanden echt weh. Aber selbst wenn mir das Wasser mal bis zum Halse stand, habe ich nie ans Aufgeben gedacht. Ich bin mir sicher, der alte Winston hätte nucao und heute the nu company auch durchgezogen. ;)


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