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Pflanzlich vs. Tierisch – der Proteinvergleich

Pflanzlich vs. Tierisch – der Proteinvergleich

Proteinreich, Low Carb, Vegan oder Clean Eating – diese Ernährungsformen sind zur Zeit voll im Trend. Gesund und ausgewogen soll es nach Möglichkeit sein, mit vielen Proteinen. Eiweißreich zu essen ist längst nicht mehr nur bei Sportlern die Grundlage der täglichen Nahrungsaufnahme, sondern hat allgemein immer mehr an Aufmerksamkeit gewonnen. Viele greifen dabei häufig auf tierische Eiweiße wie Quark, Fleisch oder Eier zurück.

In einer 2016 veröffentlichten Studie haben Forscher nun untersucht, ob Menschen gesünder und länger leben, wenn sie mehr pflanzliches als tierisches Eiweiß zu sich nehmen. Bevor wir dir davon erzählen aber noch mal einen Schritt zurück: Warum sind Proteine überhaupt so wichtig und was macht den Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Proteinen?

 

#1 Warum genau Proteine so lebenswichtig sind

Proteine – oder auch Eiweiße genannt – befinden sich in fast jeder Zellstruktur unseres Körpers und stellen so einen wesentlichen Grundbaustein- und Werkstoff dar. Zudem erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben, dienen als Transportmittel, unterstützen die Zell- und Gefäßbildung oder verhindern die Bildung von Blutgerinnseln. Der Körper selbst trägt etwa 14 Kilogramm Binde- bzw. Stützgewebe, das aus Zuckereiweißkomplexen besteht. Eiweiße setzen sich aus verschiedenen sogenannten Aminosäuren zusammen, die vom Körper nur teilweise selbst hergestellt werden können. Um einen Mangel zu vermeiden müssen acht von diesen essentiellen Aminosäuren über die Nahrung aufgenommen werden.

 

#2 Die Studie

In der 2016 veröffentlichten Studie haben nun Forscher mehr als 130.000 Menschen im Altersdurchschnitt von 49 Jahren über 32 Jahre begleitet und im Abstand von zwei Jahren die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten beobachtet. Das Ziel dieser Studie war, die Auswirkung tierischer und pflanzlicher Proteinaufnahme im Hinblick auf das Mortalitätsrisiko zu untersuchen. Um diesen Vergleich zwischen pflanzlichem und tierischem Eiweiß aufzustellen wurden die Todesursachen der mehr als 36.000 Todesfällen während dieser 32 Jahre untersucht und in Zusammenhang gebracht. Von diesen Todesfällen starben 8851 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 13.159 an Krebs und 14.105 an anderen Ursachen. Die zwei Probanden-Gruppen zeigten hinsichtlich der Sterbeursachen deutliche Unterschiede. Hatten die Probanden zu der täglich empfohlenen Kalorienmenge zusätzlich 10 Prozent über tierische Proteine zu sich genommen, stieg das Sterberisiko um 2 Prozent und das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sogar um 8 Prozent. Bei einer Ernährung von drei Prozent mehr pflanzlichen Eiweißen konnte eine sinkende Sterberate der Probanden festgestellt werden, das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sank sogar um zwölf Prozent.

Von dem Vorteil dieser Ernährungsweise profitierten insbesondere Teilnehmer die bereits durch Übergewicht oder Rauchgewohnheiten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt waren. Bei der Auswertung sind diese gesundheitlichen Faktoren jedoch isoliert worden, um die Ergebnisse nicht zu verzerren.



Als Ergebnis konnten die Forscher feststellen, dass die Menge an Protein eine spezifische Auswirkung auf die Gesundheit- und das Sterberisiko haben kann. Die Art der Proteinquelle allerdings durch weitere andere Komponenten beeinflusst wird und somit auch eine entscheidende Einflussgröße auf das gesamtheitliche Gesundheitsbild haben kann.

 

#3 Die Nachteile von tierischem Eiweiß

 

Das Problem der meisten tierischen Proteinquellen ist die Hormon- und Antibiotikabelastung. Diese können hoch allergisierend wirken und können nicht vollständig vom Körper abgebaut und verstoffwechselt werden, wie es beispielsweise bei Säuglingen der Fall ist. Insbesondere Milch- und Hühnereiweiße werden schlussendlich in der Leber eingelagert, wodurch verschiedene Allergien oder Darmerkrankungen ausgelöst werden können.

Pflanzenproteine sind besonders im höheren Alter zur Verdauungsleistung der inneren Organe wichtig, da tierische schwieriger verdaulich sind. Der Eiweißmangel zeigt sich bei älteren Menschen oftmals dadurch, dass sie weniger essen und dementsprechend an einer Mangelernährung mit allen entsprechenden Folgen leiden.

Die Studie verdeutlicht, dass pflanzliche Lebensmittel eine hervorragende Eiweißquelle darstellen und zusätzlich die ökologischen Probleme der Fleischproduktion verringern können. Darüber hinaus besagen die Forscher, dass nicht nur die pflanzliche Eiweißaufnahme einen besonderen Vorteil auf unser Wohlbefinden und Gesundheit haben kann. Die regelmäßige Ernährung von vielen verschiedenen pflanzlichen Nahrungsmitteln kann im Allgemeinen einen positiven Einfluss auf unseren Körper ausüben. Dazu sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Bohnen in der Studie als wichtigste pflanzliche Energielieferanten aufgeführt.

#letsgrowtogether


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