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Plastik – aus den Augen aus dem Sinn! Oder nicht?

Plastik – aus den Augen aus dem Sinn! Oder nicht?

Plastik ist vielfältig einsetzbar, praktisch, leicht und alltagstauglich. Aber es ist auch schädlich für die Umwelt, genauso wie für unsere eigene Gesundheit. Welche gravierenden Folgen unser hoher Konsum an Plastik für die Ozeane hat, haben wir bereits in unserem Blogartikel “Die Plastik-Krise - Folgen für unsere Weltmeere” dargestellt. Plastik wird aus Erdöl hergestellt und ist chemisch instabil, wodurch sich der Zustand der Stoffe bei Temperaturschwankungen verändert und sich nur sehr langsam zersetzt. In Form von Mikroplastik gelangt es dann in die Luft, in den Boden und ins Grundwasser.
Aufgrund dessen bleibt jedoch das schwerwiegende Problem von Plastik bestehen, unabhängig davon wo oder auf welchem Weg es entsorgt wird.

Die tägliche Produktion und der Gebrauch von Plastik nimmt stetig zu, wodurch es mittlerweile in nahezu allen Gebrauchsgegenständen verbaut ist. Diese Situation ist inzwischen eines der am heißesten diskutierten Umweltthemen und führt auch auf politischer Ebene immer häufiger zu Gesetzesänderungen. Doch was ist Plastik genau und wie wird es hergestellt? Wie genau findet die Entsorgung statt und welche Bedeutung hat es in unserem Alltag?  

 

#1 Die Herstellung

Plastik wird vorwiegend aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl – oder vereinzelt auch Erdgas oder Kohle – hergestellt. Dieser wird zunächst zu Rohbenzin destilliert und anschließend durch das sogenannte “Cracking” in Kohlenwasserstoffverbindungen aufgespalten. In einem Syntheseprozess werden diese Verbindungen zu unterschiedlich langen “Polymeren” – kettenförmige Moleküle – zusammengesetzt. Und schon ist ein Material entstanden, das multifunktional ist und uns unendliche Zeiten erhalten bleibt.


#2 Nutzung und Eigenschaften von Kunststoff

Je nach Zusammensetzung und Länge der Molekülkette können die entsprechenden Eigenschaften wie Flexibilität (Plastikbecher), Elastizität (Spülschwamm) oder Härte (Steckdosengehäuse) angepasst werden.
In den vergangenen Jahren konnten Kunststoffe immer einfacher und günstiger hergestellt werden, wodurch es für einen Großteil der alltäglichen Produkte Verwendung gefunden hat. So wurden in 65 Jahren weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik hergestellt, das dem Gewicht von 25.000 Empire State Buildings entspricht. Der daraus entstandene Müllberg wurde jedoch nur zu einem sehr geringen Teil wiederverwertet (9%) oder verbrannt (12%). Der Bärenanteil von knapp 80 Prozent wurden auf Mülldeponien entsorgt oder landet in der Natur. In Deutschland liegt die Recyclingquote von Kunststoff bei 20 bis maximal 50 Prozent. Auch hier wird der Rest entweder verbrannt und energetisch genutzt oder ins Ausland exportiert.
Zu den jährlich entstehenden Müllbergen und der Verschmutzung der Umwelt trägt jeder Deutsche monatlich mit durchschnittlich 10 Kilogramm Plastikmüll bei – 35 Prozent davon sind Verpackungen. Aufgrund der intensiven Nutzung von Plastik und den daraus folgenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat sich die Kunststoffproduktion zu einem der größten Umweltprobleme entwickelt.

 

#3 Plastik als Wirtschaftsfaktor

Der Markt für Verpackungsmaterialien ist ein gigantischer Wirtschaftszweig. Laut dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitender Industrie (GKV) fallen 63,7 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland durch die Kunststoffbranche an. Denn neben der Verwendung von Kunststoff für die Produkte selbst, wie beim Bau von Flugzeugen oder Autos, sind besonders die Produktverpackungen entscheidend für die hohe Plastikproduktion. Zudem hat Plastik den großen Vorteil im Vergleich zu anderen Verpackungsmaterialien ein relativ niedriges Eigengewicht zu haben, sodass zum Beispiel weniger Kerosin bzw. Kraftstoff beim Transport von Waren benötigt wird.

 

#4 Die richtige Entsorgung

Obwohl wir alle jeden Tag Müll entsorgen, ist es nicht immer leicht festzustellen was überhaupt wo und wie genau entsorgt werden soll. Die Vielzahl verwendeter Materialien verleihen der Mülltrennung eine gewisse Komplexität, die häufig für Verwirrung sorgt. Klar ist: Zeitungen kommen ins Altpapier, Obst- und Gemüsereste in die Biotonne, Joghurtbecher in den gelben Sack. Grundsätzlich gehört in den gelben Sack Verpackungsmüll aus Kunststoff, Aluminium, Metall und Folie wie zum Beispiel Sahnebecher, Spülmittel, Konserven oder Getränkekartons. In den Restmüll gehören Gegenstände wie Kugelschreiber, Zahnbürsten, Klarsichthüllen, Keramik oder Medikamentenreste. Nur wenn Kunststoffmüll richtig getrennt wird, kann dieser ordnungsgemäß recycelt und die Umwelt geschont werden.

 

#5 Der Recyclingprozess

In Deutschland wird weniger als die Hälfte (siehe oben) des Abfalls durch den Recyclingprozess wiederverwertet, alle weiteren Abfälle werden verbrannt oder - noch schlimmer - ins Ausland exportiert. Diese energetische Verwertung dient der Strom- und Wärmegewinnung, die jedoch zu neuen Abfällen und einem höheren CO2-Ausstoß führt. Gegenüber der energetischen Nutzung werden durch den Recyclingprozess somit 1,26 Tonnen CO2 eingespart.


Plastik ist in unserem Alltag allgegenwärtig und hat unsere Lebensqualität durchaus erhöht und vereinfacht. Trotzdem fehlte zu Beginn der Kunststoffproduktion eine intensive Auseinandersetzung mit der Entsorgung und deren Folgen, die uns jetzt nach und nach einholen. Es schadet nicht nur unserer Umwelt auf verschiedenen Ebenen, sondern wird zusätzlich aus einer endlichen Ressourcen, wie dem Erdöl gewonnen. Ein bewusster Umgang mit Kunststoffgegenständen und Verpackungen, die richtige Entsorgung und Unterstützung von Recycling sollte eine größere Aufmerksamkeit in unserem täglichen Leben bekommen. Die Zero-Waste- sowie die Plastic-Free-Bewegung sind gute Beispiele für die veränderte Einstellung zu unserem täglichen Plastikkonsum und zeigen zudem viele verschiedene Alternativen zu Kunststoff auf.
Auch wir versuchen bei der Verpackung der nucao-Riegel und des nupro-Shakes zu zeigen, dass es auch anders geht. Deshalb greifen wir auf eine umweltfreundlichere Alternativezurück, indem wir eine biologisch abbaubare Folie und recyclebaren Karton verwenden.

#letsgrowtogether


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3 Kommentare

Ich war am Tiefpunkt meiner zugegebenermaßen noch nicht mal wirklich gestarteten Wirtschaftsingenieurs-Karriere angelangt. Am Sonntag hatte ich Angst vor Montag, am Freitag machte ich erleichtert 5 Kreuze im Kalender und am Samstag probierte ich nicht an die kommende Woche zu denken. Dann kam ein Anruf, der mein Leben um 180 Grad drehen würde.
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