Süßstoff - der heilige Zuckerersatz?


Raffinierter Zucker ist der neue Endgegner der Lebensmittelindustrie. Warum? Laut unten aufgelisteten Studien kann er süchtig machen und das Risiko an Zivilisationskrankheiten wie Fettsucht, Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken, immens erhöhen.[1][2] Das Positive: das Bewusstsein der Gesellschaft dafür wächst immer stärker und der Markt muss handeln.


Deshalb versprechen sowohl Food-Giganten als auch viele Foodstartups mit light-, zero- oder low-carb-Produkten die Lösung allen Übels. Das Faszinierende daran: Diese Alternativen schmecken sogar fast genauso süß wie ihre Originale und die Nährwerttabellen strahlen mit ihren 0g-Zuckerwerten wie ein fetter Scheck ins Glück.


Doch was in der Nährwerttabelle nicht zu erkennen ist, fällt dem aufmerksamen Käufer im Zutatenverzeichnis auf: Aspartam, Acesulfam K, Maltit, Saccharin oder Sucralose. Diese Süßungsmittel sind in den meisten Fällen synthetischer Natur und zeichnen sich durch ihre teilweise sehr hohe Süßkraft und der insulin-unabhängigen Verstoffwechselung aus. Zudem können Süßungsmittel vom Körper nicht in dem Maße verdaut werden, dass sie Kalorien liefern. Klingt erstmal gut, oder? 


Die Kehrseite 


Leider gibt es, wie bei vielen (vermeintlich) schönen Dingen, auch hier ein dickes Aber. Die unbedenkliche Wirkung der Süßungsmittel auf die Gesundheit wird seit jeher sehr kontrovers diskutiert. Auch wenn der Einsatz dieser synthetischen Süßstoffe per Gesetz zugelassen ist, zeigen verschiedenste Studien, dass nachteilige Effekte bei regelmäßigem Konsum nicht auszuschließen sind. So gibt es keine klare Aussage, dass Süßstoffe eine Gewichtsabnahme unterstützen. Im Gegenteil: Beobachtungsstudien ergeben bei routinemäßigem Süßstoffkonsum eine Gewichtszunahme und ein höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten.[3][4] 


Da Süßstoffe auch nicht, wie die meisten anderen Nährstoffe, über den Dünndarm aufgenommen werden, gelangen sie in den Dickdarm, haben aber im Gegensatz zu den Ballaststoffen einen eher negativen Einfluss auf die Darmflora. So kann das gesunde Gleichgewicht der natürlichen Darmbakterien durch die Süßstoff-Aufnahme so aus den Fugen geraten, dass unter anderem die Verwertung von Glukose (als Baustein von Kohlenhydraten wie Stärke oder Zucker) gestört wird. Durch das Ungleichgewicht der Darmflora kann zudem der Kohlenhydrat-Abbau im Körper verstärkt werden, wodurch letztendlich der Blutzuckerspiegel ansteigt. Ironischerweise kann so auch die Entstehung von Diabetes gefördert werden.[5] 


0g Zucker vs. Natürlichkeit 


Für uns war die Wahl eindeutig: Wir bleiben uns treu und setzen auch bei der Süße auf Natürlichkeit. Und Ehrlichkeit. Synthetische Süßstoffe, die das Nährwertprofil aufhübschen, sind weder das eine noch das andere. Wir haben uns bewusst gegen das unbekannte und noch unerforschte Risiko entschieden und setzen bei unseren Produkten auf die nachhaltige, natürliche und unraffinierte Zucker-Alternative: den Kokosblütenzucker.Zwar punktet dieser mit einer Vielzahl von positiven Argumenten, wie z.B. den enthaltenen Mikronährstoffen und Spurenelementen sowie einem geringen Glykämischen Index, aber es versteht sich von selbst, dass wir diesen dennoch so sparsam wie möglich eingesetzt haben.[6] So enthält ein nupro Shake eingerührt in Wasser je nach Sorte (beispielsweise enthalten auch die verwendeten Beeren & Bananen von Natur aus Zucker) umgerechnet gerade einmal 1,5 bis maximal 3% Zucker. 


Wir finden das ist ein guter Kompromiss, mit dem wir Geschmack und Gesundheit in unseren Augen vereinen können. Überzeug dich am Besten selbst und teile gerne deine Meinung in den Kommentaren.  



[1] Ahmed et al. (2013): Sugar addiction: pushing the drug-sugar analogy to the limit; Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care
[2] Lustig et al. (2012): The toxic truth about sugar; Nature
[3] Polyák et al. (2010): Effects of artificial sweeteners on body weight, food and drink intake; Acta Physiologica Hungarica
[4] Yang, Qing (2010): Gain weight by “going diet?” Artificial sweeteners and the neurobiology of sugar cravings; Yale J Biol Med
[5] Suez et al. (2014): Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota; Nature
[6] TP Trinidad (2003): Nutritional and health benefits of coconut sap sugar/syrup; Food and Nutrition Research Institute 

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