Unser Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit

Oder: How to write a sustainability report

Bio, plastikfrei und Bäume pflanzen – wer uns schon eine Weile kennt, der weiß, dass wir echt einiges tun, um der Natur etwas zurückzugeben und der Welt Gutes zu tun. Aber wir wollen noch mehr! Vor ein paar Wochen hatten wir deswegen einen Nachhaltigkeits-Workshop mit Claudia, einer Beraterin für nachhaltige Unternehmensstrategien, die wir auf einer Messe kennengelernt haben. Gemeinsam mit ihr haben wir uns angeschaut, wie nachhaltig wir schon arbeiten und was wir noch verbessern können. Dabei ist uns noch einmal klar geworden, wie komplex das Thema ist – und wieviel Intransparenz hier herrscht. Deswegen. Deswegen wollen wir dich mitnehmen und zeigen, wie nachhaltiges Wirtschaften aussehen kann und was wir tun, um Schritt für Schritt immer nachhaltiger zu werden.

Der Workshop – Wo stehen wir?

Claudia hat uns sehr geholfen, einen Blick von Außen auf unsere Unternehmensphilosophie zu bekommen. Gemeinsam mit ihr haben wir uns unsere Lieferketten und unsere Produkte grundsätzlich angeschaut und überlegt, was gut läuft und wo es noch Schwachpunkte gibt. Das Ergebnis war: sehr vieles machen wir im Vergleich zu anderen Unternehmen schon sehr gut. Unsere Zutaten sind alle zertifiziert biologisch, unsere Verpackungsfolie ist kompostierbar, wir geben der Umwelt etwas zurück, indem wir Bäume pflanzen und wir arbeiten mit Holacracy (dazu in einem kommenden Beitrag mehr). An anderen Schrauben müssen wir noch etwas drehen. Um uns und dir das so klar wie möglich darzustellen, haben wir uns vorgenommen, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. 

Was steht in einem Nachhaltigkeitsbericht?

Viele Unternehmen, nachhaltige Start-ups, aber auch große Konzerne veröffentlichen in regelmäßigen Abständen einen Nachhaltigkeitsbericht. Darin beschreiben sie ihre Werte und welche Schritte sie für ein nachhaltigeres Wirtschaften gehen, sie geben Auskunft über Projekte und legen Zahlen und Daten offen, die mit der Nachhaltigkeit zusammenhängen. Dabei geht es meist um Arbeitsbedingungen, CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Müllproduktion, Hintergründe zur Produktion und Ziele für die Zeit bis zum nächsten Bericht, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, wie die Produkte hergestellt werden und was das Unternehmen konkret tut, um nachhaltig zu sein.

Es gibt für so einen Nachhaltigkeitsbericht (noch) keine einheitlichen Standards, sodass man als Unternehmen großen Gestaltungsfreiraum hat. Man kann sich aber an ein paar Konzepten orientieren: da gibt es die G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI), den United Nations Global Compact (UNGC), den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) bzw. The Sustainability Code oder das Rahmenwerk des International Integrated Reporting

Council (IIRC). Das macht das Ganze nicht gerade einfacher oder übersichtlicher, aber zumindest bietet es sowohl für uns aber auch für dich eine Orientierung zu wissen: ok, dieses Konzept eines Nachhaltigkeitsberichts überprüft folgende Kriterien, die mir besonders wichtig sind, lässt aber anderes möglicherweise außen vor oder ist in manchen Punkten strenger/weniger streng als andere. Im Grunde ähnlich zu den unterschiedlichen Bio-Siegeln. 

Was wir tun wollen

Wir haben uns fürs Erste dafür entschieden, uns an den Prinzipien des United Nations Global Compact zu orientieren. Das sind einfach formulierte 10 Punkte, die Anhaltspunkte zu verschiedenen Aspekten geben und uns damit einen einfachen Einstieg ermöglichen. (Hier kannst du sie nachlesen.) Auf dieser Grundlage wollen wir nun in den kommenden Wochen den CO2-Fußabdruck für nucao berechnen und die Anbau- und Produktionsbedingungen unserer nucao-Hauptzutat Kakao prüfen. Wichtig sind uns dabei folgende Punkte:

  • Gesundheit der Produkte
  • CO2-Emissionen
  • Bezahlung der Produzent*innen
  • Kinderarbeit und Arbeitsbedingungen.

Herausforderungen

Nach den ersten vier Wochen, in denen wir uns zu viert (Lisa und Thomas – Supply Chain, Gloria – Produktentwicklung, Anne – Content Marketing) an die Mission Nachhaltigkeitsbericht gemacht haben, haben wir schon mal gelernt: das schafft man nicht eben mal schnell neben dem Daily Business. Und eine ganze Nachhaltigkeits-Abteilung haben wir auch nicht. Deswegen haben wir kurzerhand beschlossen, etwas kleiner anzufangen und uns nicht sofort auf alle Bereiche gleichzeitig zu stürzen, sondern uns lieber intensiv mit den oben genannten Punkten auseinanderzusetzen. 

Eine weitere Challenge ist der doch sehr lange Weg einiger Zutaten, wie z.B. der Kakaobohne. Die kann eben leider (noch) nicht im heimischen Garten angebaut werden (sonst würden wir das sofort machen!). Deswegen müssen wir da sehr eng mit unseren Zulieferern zusammenarbeiten, um sicherstellen zu können, dass die von uns geforderten Bedingungen tatsächlich eingehalten werden.

Wie du siehst, ist das mit der Nachhaltigkeit gar nicht so einfach, wie man manchmal vielleicht denkt. Aber wir sehen uns als Unternehmen in der Verantwortung, so zu arbeiten, dass wir weder dem Planeten noch den Menschen, die darauf leben, Schaden zufügen. Und wir haben das Ziel, uns in dieser Richtung noch viel mehr weiterzuentwickeln, zu lernen und so nachhaltig wie nur möglich zu werden. Wenn dich das interessiert – stay tuned! Wir halten dich auf dem Laufenden, wie es weitergeht auf unserem Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit.

#letsgrowtogether

Anne
... schreibt für the nu company über Nachhaltigkeit und Ernährung.

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