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Klimaschutz durch Aufforstung

BĂ€ume pflanzen als Marketingstrategie? Die grĂ¶ĂŸten VorwĂŒrfe:

Du kaufst Snacks, wir pflanzen dafĂŒr BĂ€ume. Einfach, aber effektiv. Wir arbeiten mit dem renommierten Aufforstungsnetzwerk Eden Projects zusammen und investieren mit jedem Produkt in eine grĂŒnere Welt – vom Schokoriegel bis hin zum Fitness Shake. Doch geht es dabei wirklich um Umweltschutz, oder ist das Ganze nur eine “PR-Mogelpackung?” Kritiker:innen sprechen sogar von Greenwashing. Wir stellen uns den meist kritisierten Punkten:

Frage No.1: Wer ist unser Aufforstungspartner?

Eden Reforestation Projects (Eden Projects) ist eine gemeinnĂŒtzige Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich in SĂŒdamerika, Afrika und Asien fĂŒr den Wiederaufbau von durch Abholzung zerstörten Naturlandschaften einsetzt.


Mittlerweile sind sie in neun ProjektlĂ€ndern tĂ€tig, pflanzen fast eine Million BĂ€ume pro Tag und halten die Pflanzungen auch dann aufrecht, wenn es zu Unruhen, extremen Wetterbedingungen oder anderen Störungen kommt. BĂ€ume pflanzen ist nicht alles, was Eden tut. Unser Partner ermöglicht Menschen vor Ort stabile BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse sowie ein eigenes Einkommen. DafĂŒr knĂŒpfen sie Kontakte zu den örtlichen Gemeinden und bauen Beziehungen zu den Verantwortlichen vor Ort auf. Diese Gemeinden weisen sie auf Pflanzungsmöglichkeiten hin und fördern das Engagement ihrer BĂŒrger:innen fĂŒr die Wiederherstellung und den Schutz des Waldes. Die Community pflanzt, pflegt und betreut die BĂ€ume durch FotoĂŒberwachung, (Drohnen-)Kartierung und Waldinventur.

Frage No. 2: Wie funktioniert das Aufforstungsprinzip?

Wir spenden 3 % unseres Umsatzes an unseren Aufforstungspartner Eden Reforestation Project. Dadurch finanzieren wir nicht nur das Pflanzen, sondern auch die Baumschule, den Transport der Setzlinge zu den Aufforstungsgebieten, die Bewachung und die Pflege der jungen Setzlinge. 

Eden pflanzt Mangroven in Madagaskar

Frage No. 3: Wie funktioniert Klimaschutz durch Aufforstung?

WĂ€lder zĂ€hlen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage fĂŒr alle Menschen. Die globalen WaldflĂ€chen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurĂŒckgegangen. Waldschutzprojekte stellen sicher, dass gerodete FlĂ€chen wieder aufgeforstet werden und WĂ€lder langfristig erhalten bleiben. Es ist sehr wichtig, bestehende WĂ€lder zu schĂŒtzen und zu erhalten, aber es ist auch wichtig und nĂŒtzlich, aktiv BĂ€ume zu pflanzen. 

Frage No. 4: Kaufen sich eure Kund:innen dadurch von ihren KlimasĂŒnden frei?

Butter bei die Fische: Auch die Produktion unserer Snacks setzt Emissionen frei. Wie super wĂ€re es, wenn unser Aufforstungsprojekt diese direkt wieder ausgleichen wĂŒrde? Doch so einfach ist das natĂŒrlich nicht. Schokolade komplett emissionsfrei zu produzieren ist leider noch nicht möglich. Sollte man also lieber komplett auf den Schokoladengenuss verzichten? Diese Entscheidung wollen wir dir nicht abnehmen.

 

Doch Fakt ist: Jede:r Deutsche isst im Durchschnitt 9,29 kg Schokolade jÀhrlich.

FĂŒr alle, die das auch weiterhin tun wollen, sorgen wir dafĂŒr, dass dieser bestehende Konsum dem Planeten auch etwas zurĂŒckgibt. Hier kommt Eden Projects ins Spiel. Wir wollen Bewusstsein fĂŒr die Problematik hinter der Klimakrise schaffen und zeigen, dass ein Umdenken auch in der Lebensmittelindustrie möglich und nötig ist. Unsere Mission basiert nicht auf Kohlenstoffbindung oder Kohlenstoffkompensation. Weder wir, noch Eden kaufen oder „verkaufen“ Emissionszertifikate. Dennoch ist der Fakt gegeben, dass die Pflanzung von Mangroven zu einer CO2-Bindung beitrĂ€gt.

Mangroven BĂ€ume pflanzen

Frage No. 5: Reicht Aufforstung allein, um das Klima zu schĂŒtzen?

Nein. Genau aus diesem Grund denken wir ganzheitlich. Aufforstung ist nicht unsere einzige Maßnahme im Kampf gegen die Klimakrise, denn all unsere Produkte sind zudem plastikfrei verpackt, bio und vegan.

Denn allein die Herstellung von einem Liter Kuhmilch hat im globalen Durchschnitt eine Klimawirkung wie ca. 2,4 kg Kohlendioxid. Auf tierische Zutaten zu verzichten, hilft uns dabei, den weltweiten CO2-Ausstoß zu reduzieren. ZusĂ€tzlich wirtschaften wir durch unsere Zertifizierung mit Climate Partner fĂŒr unsere nucao Original Reihe seit Oktober 2020 klimafreundlich. DafĂŒr unterstĂŒtzen wir zwei Klimaprojekte, die unsere CO2-Emissionen, die bei der Produktion und dem Transport entstehen, wieder ausgleichen. Unser Aufforstungsprojekt mit Eden Projects agiert jedoch losgelöst davon.

Pflanzen Setzling

Uns ist bewusst, dass die CO2-Reduktion immer vor der Kompensation steht. Deshalb setzen wir alles daran, vermeidbare Emissionen entlang der gesamten eigenen Produktionskette und des Unternehmens so gering wie möglich zu halten.

Frage No. 6: Werden die BĂ€ume artgerecht gepflanzt?

Statt Setzlinge zu kaufen, zieht Eden diese in den eigenen GĂ€rtnereien auf, um die QualitĂ€t der Keimrate zu gewĂ€hrleisten. Vereinzelt wurde bereits behauptet, Eden Projects pflanze zu viele BĂ€ume auf einer FlĂ€che. Doch die MangrovenaufforstungsflĂ€chen werden aus gutem Grund in einer Dichte von 20.000 Pflanzen pro Hektar bepflanzt. Diese Pflanzdichte gewĂ€hrleistet eine ausreichende Biomasse, sodass die jungen BĂ€ume bei StĂŒrmen und Sturmfluten nicht weggespĂŒlt werden. Überwachungs- und Bewertungsstudien vor Ort zeigen: Nach fĂŒnf Jahren liegt die durchschnittliche Überlebensrate bei 80 % oder 16.000 BĂ€umen pro Hektar.

Die FĂŒnfjahresmarke ist ein wichtiger Zeitpunkt, an dem die „MutterbĂ€ume“ so weit gereift sind, dass sie beginnen, ihre eigenen Pflanzen zu produzieren und abzuwerfen. Das fĂŒhrt wiederum zu einer Vermehrung junger BĂ€ume, die direkt unter dem Kronendach des Mutterbaums wachsen. Das Ergebnis des neu gepflanzten Waldes mit dem so entstandenen riesigen Wurzelsystem ist, dass Erosionen gestoppt werden und sich die Waldgrenze nach außen ausdehnt.

BÀume pflanzen schafft ArbeitsplÀtze

An diesem Punkt beginnt die natĂŒrliche Regeneration der Pionierarten (also der ersten Baumarten, die FreiflĂ€chen besiedeln.) Auch wenn ein Teil der ursprĂŒnglich gepflanzten BĂ€ume stirbt, zeigen Edens Feldstudien dennoch: Das Wachstum neuer BĂ€ume, das mit der dichten Pflanzung einhergeht, fĂŒhrt in Verbindung mit der natĂŒrlichen VerjĂŒngung ab dem fĂŒnften Jahr zu einem Nettoergebnis von 150 %. Im Laufe der nĂ€chsten zehn Jahre setzt sich dieses PhĂ€nomen fort. 

 

Den Erfolg ihrer Aufforstung prĂŒft Eden regelmĂ€ĂŸig mit Feldstudien und arbeitet zusĂ€tzlich mit der Regierung vor Ort zusammen.

Frage No. 7: Werden nur Monokulturen gepflanzt?

Nein. Je nach Standort forstet Eden Projects einheimische Baumarten auf. An den KĂŒstengebieten Mosambiks und Madagaskars sind das vor allem vier Mangrovenarten: Rhizophora mucronata (Rhizophora), Ceriops tagel, Bruguiera gumnooshiza und Avicennia marina. Diese vier Pionierarten sind fĂŒr die Regeneration einer Landschaft unerlĂ€sslich.

 

MangrovenwĂ€lder sind durch zwei einzigartige Faktoren gekennzeichnet. Erstens weisen MangrovenwĂ€lder in der Regel keine große Artenvielfalt auf, selbst in ihrer ursprĂŒnglichsten Form nicht. (Es ist unwahrscheinlich, dass du bei einer typischen Erkundungstour durch einen alten Mangrovenwald mehr als drei oder vier Arten antriffst.)

 

Zweitens wachsen nur wenige Mangrovenbaumarten in ihren jeweiligen spezifischen Gezeitenzonen. Daher ahmt Eden einfach die Gegebenheiten nach, die mit den zonalen Mangroven-Nischen verbunden sind, oder versucht, sie zu duplizieren. Folglich ist Rhizophora die vorherrschende Art in der unteren Zwischenzone, weshalb diese Art auch auf vielen unserer Fotos und Videos aus dieser Zone zu sehen ist.    

 

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, wirf doch mal einen Blick in das Dokument ĂŒber die verschiedenen Baumarten Eden Projects und deren jeweiligen Standort. 

Frage No. 8: Wie wird sichergestellt, dass die WÀlder nicht wieder zerstört werden oder BrÀnden zum Opfer fallen?

Ungeziefer und StĂŒrme können ein großes Problem fĂŒr die kleinen Setzlinge darstellen, aber das “Überpflanzen” hat gezeigt, dass dies ein hilfreiches Mittel gegen die Krabbenplage und harte Umweltbedingungen vor Ort sein kann.

 


Auch die mit WirbelstĂŒrmen und Sturmfluten verbundenen VerwĂŒstungen konnten durch die Mangrovenbaum-Anpflanzung erheblich reduziert werden. Ausgewachsene MangrovenbĂ€ume binden nĂ€mlich nicht nur viel Kohlenstoff, sondern können dank ihres starken Wurzelwerks auch vor Erosionen schĂŒtzen. Da MangrovenbĂ€ume vor allem in SalzwassermĂŒndungen wachsen, sind sie zudem eher selten von WaldbrĂ€nden betroffen. Die Kritik an Naturkatastrophen-bedingtem Baumsterben suggeriert in unseren Augen, dass man gar nicht erst mit dem Pflanzen von BĂ€umen beginnen solle, weil sie einer Katastrophe zum Opfer fallen könnte. Also lieber nur zuschauen und nichts tun? Nicht mit uns!

Aufforstung Eden Project

These No. 9: Ist es nicht wichtiger, bestehenden Wald zu schĂŒtzen, als neuen Wald zu pflanzen?

Jeder große Baum war irgendwann mal ein Setzling. Jeder Baum benötigt auch einige Jahre, um grĂ¶ĂŸere Mengen an CO2 zu kompensieren. FĂŒr uns macht das den Sinn hinter der Aufforstung aber nicht weniger wertvoll. Es ist lediglich ein weiteres Argument dafĂŒr, bereits JETZT so viele BĂ€ume wie nur möglich zu pflanzen. Denn jeder gepflanzte Baum hilft, das Klima weiter zu schĂŒtzen und genau darauf kommt es in den nĂ€chsten Jahrzehnten an.

 

Außerdem unterstĂŒtzen wir den Verein Bergwaldprojekt e.V., welcher mit Freiwilligen in WĂ€ldern, Mooren und Freilandbiotopen an verschiedenen Orten in Deutschland arbeitet. Sie haben es sich zur grĂ¶ĂŸten Aufgabe gemacht, den Wald und die Kulturlandschaften in ganz Deutschland zu schĂŒtzen und zu erhalten sowie das VerstĂ€ndnis fĂŒr die ZusammenhĂ€nge in der Natur und die AbhĂ€ngigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen zu fördern.⁠⁠ Die vielfĂ€ltigen Funktionen der Ökosysteme sollen erhalten, den Teilnehmer:innen die Bedeutung und die GefĂ€hrdung unserer natĂŒrlichen Lebensgrundlagen bewusst gemacht und eine breite Öffentlichkeit fĂŒr einen naturvertrĂ€glichen Umgang mit natĂŒrlichen Ressourcen bewegt werden.⁠⁠

Frage No. 10: Wie wird der Schutz der BĂ€ume sichergestellt?

Eden Projects setzt alles daran, dass der von uns gepflanzte Wald dauerhaft und nachhaltig wird. Zu diesem Zweck haben sie folgende Schritte unternommen:

 

  • Sie arbeiten sorgfĂ€ltig mit allen Regierungsebenen zusammen, um schriftliche Vereinbarungen zu treffen, in denen die Wiederaufforstungsgebiete als dauerhaft geschĂŒtzt ausgewiesen werden.
  • Sie pflanzen nicht in Abholzungsgebieten. Es gibt zwar nie eine 100-prozentige Garantie dafĂŒr, dass es nicht zu einer Form der illegalen Abholzung kommt, Eden tut jedoch alles, was im Rahmen der Gesetze möglich ist, um sicherzustellen, dass die WiederaufforstungsflĂ€chen auf Dauer erhalten bleiben.
  • Sie stellen Einheimische an, um die BĂ€ume zu pflanzen. Auf diese Weise lindern sie die extreme Armut in der betroffenen Gemeinde. Die Gemeindemitglieder haben nun einen wirtschaftlichen Anreiz, das Wohlergehen des Wiederherstellungsprojekts zu gewĂ€hrleisten. Außerdem fĂŒhlen sie sich als "EigentĂŒmer" der BĂ€ume und des wiederhergestellten Waldes und schĂŒtzen ihn mit großer Sorgfalt.
  • Sie stellen WaldschĂŒtzer als ArbeitskrĂ€fte ein. Vor Kurzem haben sie einen WaldwĂ€chter-Stiftungsfonds fĂŒr die langfristige Bewachung und den Schutz unserer Standorte eingerichtet.
  • Das Wichtigste ist, dass die Einheimischen ihren Wald lieben und wertschĂ€tzen. Sie profitieren von dem wiederhergestellten Wald, indem sie die Fischerei ausweiten, die Landwirtschaft verbessern, das Wasser reinigen und Kleinstunternehmen grĂŒnden.
Setzlinge im Boden

BĂ€ume pflanzen – unser Fazit

Aufforstung ist nicht gleich Aufforstung! Es kommt immer auf das WIE an. FĂŒr uns ist die Zusammenarbeit mit einem vertrauensvollen, transparenten Aufforstungspartner essenziell. 

 

Eine gut umgesetzte Aufforstung ist ein wichtiger Baustein in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Wir sind der Meinung: WĂ€lder, Ökosysteme und BiodiversitĂ€t sollten stets geschĂŒtzt werden.

 

Auch wenn unsere Setzlinge noch einige Jahre benötigen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten, zeigt uns die Klimakrise eines ganz deutlich: Es ist wichtig, jetzt zu handeln und fĂŒr die Zukunft und alle kommenden Generationen mitzudenken und zu planen.

 

đŸ‘‰đŸ» Du willst mehr erfahren? Dann schau gerne auch bei Eden Projects direkt vorbei 🌳

Mehr zu unserem Aufforstungsprojekt