Left Weitershoppen
Deine Bestellung

Dein Warenkorb ist leer

Zwischensumme: 0,00€
Klimaschutz durch Aufforstung

Bäume pflanzen – nur eine Marketingstrategie? Die größten Vorwürfe:

Du kaufst Snacks, wir pflanzen dafür Bäume. Einfach, aber effektiv. Wir arbeiten mit dem renommierten Aufforstungsnetzwerk Eden Projects zusammen und unterstützen es mit jedem verkauften Produkt – vom Schokoriegel bis hin zum Fitness Shake. Doch geht es dabei wirklich um Umweltschutz, oder ist das Ganze nur eine “PR-Mogelpackung?” Kritiker:innen sprechen sogar von Greenwashing. Wir stellen uns den meist kritisierten Punkten:

Frage No.1: Wer ist unser Aufforstungspartner?

Eden Reforestation Projects (Eden Projects) ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich in Südamerika, Afrika und Asien für den Wiederaufbau von durch Abholzung zerstörten Naturlandschaften einsetzt.


Mittlerweile sind sie in neun Projektländern tätig, pflanzen fast eine Million Bäume pro Tag und halten die Pflanzungen auch dann aufrecht, wenn es zu Unruhen, extremen Wetterbedingungen oder anderen Störungen kommt. Bäume pflanzen ist nicht alles, was Eden tut. Unser Partner ermöglicht Menschen vor Ort stabile Beschäftigungsverhältnisse sowie ein eigenes Einkommen. Dafür knüpfen sie Kontakte zu den örtlichen Gemeinden und bauen Beziehungen zu den Verantwortlichen vor Ort auf. Diese Gemeinden weisen sie auf Pflanzungsmöglichkeiten hin und fördern das Engagement ihrer Bürger:innen für die Wiederherstellung und den Schutz des Waldes. Die Community pflanzt, pflegt und betreut die Bäume durch Fotoüberwachung, (Drohnen-)Kartierung und Waldinventur.

Frage No. 2: Wie funktioniert das Aufforstungsprinzip?

Pro verkauftem Produkt geht eine fixe Summe an unseren Aufforstungspartner Eden Reforestation Project. Die Unterstützung wird meist monatlich oder quartalsweise an Eden überwiesen. Dadurch finanzieren wir nicht nur das Pflanzen, sondern auch die Baumschule, den Transport der Setzlinge zu den Aufforstungsgebieten, die Bewachung und die Pflege der jungen Setzlinge. 

Eden pflanzt Mangroven in Madagaskar

Frage No. 3: Wie funktioniert Klimaschutz durch Aufforstung?

Wälder zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage für alle Menschen. Die globalen Waldflächen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen. Waldschutzprojekte stellen sicher, dass gerodete Flächen wieder aufgeforstet werden und Wälder langfristig erhalten bleiben. Es ist sehr wichtig, bestehende Wälder zu schützen und zu erhalten, aber es ist auch wichtig und nützlich, aktiv Bäume zu pflanzen. 

Frage No. 4: Kaufen sich eure Kund:innen dadurch von ihren Klimasünden frei?

Butter bei die Fische: Auch die Produktion unserer Snacks setzt Emissionen frei. Wie super wäre es, wenn unser Aufforstungsprojekt diese direkt wieder ausgleichen würde? Doch so einfach ist das natürlich nicht. Schokolade komplett emissionsfrei zu produzieren ist leider noch nicht möglich. Sollte man also lieber komplett auf den Schokoladengenuss verzichten? Diese Entscheidung wollen wir dir nicht abnehmen.

 

Doch Fakt ist: Jede:r Deutsche isst im Durchschnitt 9,29 kg Schokolade jährlich.

Für alle, die das auch weiterhin tun wollen, sorgen wir dafür, dass dieser bestehende Konsum dem Planeten auch etwas zurückgibt. Hier kommt Eden Projects ins Spiel. Wir wollen Bewusstsein für die Problematik hinter der Klimakrise schaffen und zeigen, dass ein Umdenken auch in der Lebensmittelindustrie möglich und nötig ist. Unsere Mission basiert nicht auf Kohlenstoffbindung oder Kohlenstoffkompensation. Weder wir, noch Eden kaufen oder „verkaufen“ Emissionszertifikate. Dennoch ist der Fakt gegeben, dass die Pflanzung von Mangroven zu einer CO2-Bindung beiträgt.

Mangroven Bäume pflanzen

Frage No. 5: Reicht Aufforstung allein, um das Klima zu schützen?

Nein. Genau aus diesem Grund denken wir ganzheitlich. Aufforstung ist nicht unsere einzige Maßnahme im Kampf gegen die Klimakrise, denn all unsere Produkte sind zudem plastikfrei verpackt, bio und vegan.

Denn allein die Herstellung von einem Liter Kuhmilch hat im globalen Durchschnitt eine Klimawirkung wie ca. 2,4 kg Kohlendioxid. Auf tierische Zutaten zu verzichten, hilft uns dabei, den weltweiten CO2-Ausstoß zu reduzieren. Zusätzlich wirtschaften wir durch unsere Zertifizierung mit Climate Partner für unsere nucao Original Reihe seit Oktober 2020 klimaneutral. Dafür unterstützen wir zwei Klimaprojekte, die unsere CO2-Emissionen, die bei der Produktion und dem Transport entstehen, wieder ausgleichen. Unser Aufforstungsprojekt mit Eden Projects agiert jedoch losgelöst davon.

Pflanzen Setzling

Uns ist bewusst, dass die CO2-Reduktion immer vor der Kompensation steht. Deshalb setzen wir alles daran, vermeidbare Emissionen entlang der gesamten eigenen Produktionskette und des Unternehmens so gering wie möglich zu halten.

Frage No. 6: Werden die Bäume artgerecht gepflanzt?

Statt Setzlinge zu kaufen, zieht Eden diese in den eigenen Gärtnereien auf, um die Qualität der Keimrate zu gewährleisten. Vereinzelt wurde bereits behauptet, Eden Projects pflanze zu viele Bäume auf einer Fläche. Doch die Mangrovenaufforstungsflächen werden aus gutem Grund in einer Dichte von 20.000 Pflanzen pro Hektar bepflanzt. Diese Pflanzdichte gewährleistet eine ausreichende Biomasse, sodass die jungen Bäume bei Stürmen und Sturmfluten nicht weggespült werden. Überwachungs- und Bewertungsstudien vor Ort zeigen: Nach fünf Jahren liegt die durchschnittliche Überlebensrate bei 80 % oder 16.000 Bäumen pro Hektar.

Die Fünfjahresmarke ist ein wichtiger Zeitpunkt, an dem die „Mutterbäume“ so weit gereift sind, dass sie beginnen, ihre eigenen Pflanzen zu produzieren und abzuwerfen. Das führt wiederum zu einer Vermehrung junger Bäume, die direkt unter dem Kronendach des Mutterbaums wachsen. Das Ergebnis des neu gepflanzten Waldes mit dem so entstandenen riesigen Wurzelsystem ist, dass Erosionen gestoppt werden und sich die Waldgrenze nach außen ausdehnt.

Bäume pflanzen schafft Arbeitsplätze

An diesem Punkt beginnt die natürliche Regeneration der Pionierarten (also der ersten Baumarten, die Freiflächen besiedeln.) Auch wenn ein Teil der ursprünglich gepflanzten Bäume stirbt, zeigen Edens Feldstudien dennoch: Das Wachstum neuer Bäume, das mit der dichten Pflanzung einhergeht, führt in Verbindung mit der natürlichen Verjüngung ab dem fünften Jahr zu einem Nettoergebnis von 150 %. Im Laufe der nächsten zehn Jahre setzt sich dieses Phänomen fort. 

 

Den Erfolg ihrer Aufforstung prüft Eden regelmäßig mit Feldstudien und arbeitet zusätzlich mit der Regierung vor Ort zusammen.

Frage No. 7: Werden nur Monokulturen gepflanzt?

Nein. Je nach Standort forstet Eden Projects einheimische Baumarten auf. An den Küstengebieten Mosambiks und Madagaskars sind das vor allem vier Mangrovenarten: Rhizophora mucronata (Rhizophora), Ceriops tagel, Bruguiera gumnooshiza und Avicennia marina. Diese vier Pionierarten sind für die Regeneration einer Landschaft unerlässlich.

 

Mangrovenwälder sind durch zwei einzigartige Faktoren gekennzeichnet. Erstens weisen Mangrovenwälder in der Regel keine große Artenvielfalt auf, selbst in ihrer ursprünglichsten Form nicht. (Es ist unwahrscheinlich, dass du bei einer typischen Erkundungstour durch einen alten Mangrovenwald mehr als drei oder vier Arten antriffst.)

 

Zweitens wachsen nur wenige Mangrovenbaumarten in ihren jeweiligen spezifischen Gezeitenzonen. Daher ahmt Eden einfach die Gegebenheiten nach, die mit den zonalen Mangroven-Nischen verbunden sind, oder versucht, sie zu duplizieren. Folglich ist Rhizophora die vorherrschende Art in der unteren Zwischenzone, weshalb diese Art auch auf vielen unserer Fotos und Videos aus dieser Zone zu sehen ist.    

 

Wenn du mehr dazu wissen möchtest, wirf doch mal einen Blick in das Dokument über die verschiedenen Baumarten Eden Projects und deren jeweiligen Standort

Frage No. 8: Wie wird sichergestellt, dass die Wälder nicht wieder zerstört werden oder Bränden zum Opfer fallen?

Ungeziefer und Stürme können ein großes Problem für die kleinen Setzlinge darstellen, aber das “Überpflanzen” hat gezeigt, dass dies ein hilfreiches Mittel gegen die Krabbenplage und harte Umweltbedingungen vor Ort sein kann.

 


Auch die mit Wirbelstürmen und Sturmfluten verbundenen Verwüstungen konnten durch die Mangrovenbaum-Anpflanzung erheblich reduziert werden. Ausgewachsene Mangrovenbäume binden nämlich nicht nur viel Kohlenstoff, sondern können dank ihres starken Wurzelwerks auch vor Erosionen schützen. Da Mangrovenbäume vor allem in Salzwassermündungen wachsen, sind sie zudem eher selten von Waldbränden betroffen. Die Kritik an Naturkatastrophen-bedingtem Baumsterben suggeriert in unseren Augen, dass man gar nicht erst mit dem Pflanzen von Bäumen beginnen solle, weil sie einer Katastrophe zum Opfer fallen könnte. Also lieber nur zuschauen und nichts tun? Nicht mit uns!

Aufforstung Eden Project

These No. 9: Ist es nicht wichtiger, bestehenden Wald zu schützen, als neuen Wald zu pflanzen?

Jeder große Baum war irgendwann mal ein Setzling. Jeder Baum benötigt auch einige Jahre, um größere Mengen an CO2 zu kompensieren. Für uns macht das den Sinn hinter der Aufforstung aber nicht weniger wertvoll. Es ist lediglich ein weiteres Argument dafür, bereits JETZT so viele Bäume wie nur möglich zu pflanzen. Denn jeder gepflanzte Baum hilft, das Klima weiter zu schützen und genau darauf kommt es in den nächsten Jahrzehnten an.

 

Außerdem unterstützen wir den Verein Bergwaldprojekt e.V., welcher mit Freiwilligen in Wäldern, Mooren und Freilandbiotopen an verschiedenen Orten in Deutschland arbeitet. Sie haben es sich zur größten Aufgabe gemacht, den Wald und die Kulturlandschaften in ganz Deutschland zu schützen und zu erhalten sowie das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen zu fördern.⁠⁠ Die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme sollen erhalten, den Teilnehmer:innen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst gemacht und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit natürlichen Ressourcen bewegt werden.⁠⁠

Frage No. 10: Wie wird der Schutz der Bäume sichergestellt?

Eden Projects setzt alles daran, dass der von uns gepflanzte Wald dauerhaft und nachhaltig wird. Zu diesem Zweck haben sie folgende Schritte unternommen:

 

  • Sie arbeiten sorgfältig mit allen Regierungsebenen zusammen, um schriftliche Vereinbarungen zu treffen, in denen die Wiederaufforstungsgebiete als dauerhaft geschützt ausgewiesen werden.
  • Sie pflanzen nicht in Abholzungsgebieten. Es gibt zwar nie eine 100-prozentige Garantie dafür, dass es nicht zu einer Form der illegalen Abholzung kommt, Eden tut jedoch alles, was im Rahmen der Gesetze möglich ist, um sicherzustellen, dass die Wiederaufforstungsflächen auf Dauer erhalten bleiben.
  • Sie stellen Einheimische an, um die Bäume zu pflanzen. Auf diese Weise lindern sie die extreme Armut in der betroffenen Gemeinde. Die Gemeindemitglieder haben nun einen wirtschaftlichen Anreiz, das Wohlergehen des Wiederherstellungsprojekts zu gewährleisten. Außerdem fühlen sie sich als "Eigentümer" der Bäume und des wiederhergestellten Waldes und schützen ihn mit großer Sorgfalt.
  • Sie stellen Waldschützer als Arbeitskräfte ein. Vor Kurzem haben sie einen Waldwächter-Stiftungsfonds für die langfristige Bewachung und den Schutz unserer Standorte eingerichtet.
  • Das Wichtigste ist, dass die Einheimischen ihren Wald lieben und wertschätzen. Sie profitieren von dem wiederhergestellten Wald, indem sie die Fischerei ausweiten, die Landwirtschaft verbessern, das Wasser reinigen und Kleinstunternehmen gründen.
Setzlinge im Boden

Bäume pflanzen – unser Fazit

Aufforstung ist nicht gleich Aufforstung! Es kommt immer auf das WIE an. Für uns ist die Zusammenarbeit mit einem vertrauensvollen, transparenten Aufforstungspartner essenziell. 

 

Eine gut umgesetzte Aufforstung ist ein wichtiger Baustein in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Wir sind der Meinung: Wälder, Ökosysteme und Biodiversität sollten stets geschützt werden.

 

Auch wenn unsere Setzlinge noch einige Jahre benötigen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten, zeigt uns die Klimakrise eines ganz deutlich: Es ist wichtig, jetzt zu handeln und für die Zukunft und alle kommenden Generationen mitzudenken und zu planen.

 

👉🏻 Du willst mehr erfahren? Dann schau gerne auch bei Eden Projects direkt vorbei 🌳