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Black Friday – begĂŒnstigt Shopping und Klimakrise

Black Friday: Alle Jahre wieder findet er traditionell in den USA am Freitag nach Thanksgiving statt. Dieses Jahr am 26. November. Am Montag danach geht es direkt weiter mit dem Cyber Monday. Das Motto: Rabattschlachten und Shoppingwahnsinn. Wer ergattert das beste Angebot, wer entdeckt die krassesten Deals, wer kauft am meisten? An die Auswirkungen auf unsere Umwelt denkt dabei kaum jemand ...

Warum Black Friday und woher kommt er?

Der sogenannte schwarze Freitag fĂ€llt traditionell auf den Tag nach dem Feiertag Thanksgiving, der in US-amerikanischen Staaten gefeiert wird. Begonnen hat alles in Philadelphia, der grĂ¶ĂŸten Stadt Pennsylvanias. Am 24. November 1961 wurden dort erstmals die Preise lokaler EinzelhĂ€ndler:innen reduziert, um die Menschen am BrĂŒckentag zwischen Thanksgiving und dem Wochenende in die Stadt zu locken. Am 24. November 2006 lud Apple als erstes Unternehmen zu einem eintĂ€gigen Shopping-Event ein, bei dem alle Produkte im Preis gesenkt waren. Der Grund: Mit den Rabatten sollte die Produktnachfrage gesteigert werden. Deutschland zog 2013 nach.

Werbung an Black Friday

Warum heißt der Black Friday Black Friday?

Es gibt verschiedene Theorien. Einige denken wahrscheinlich an den Börsencrash 1929, der in Deutschland auf einen Freitag fiel: Besorgte Anleger stĂŒrmten zu den Banken, – Ă€hnlich wie bei der SchnĂ€ppchenjagd und dem Shopping-Chaos heutzutage. Dass einige HĂ€ndler:innen durch diesen einen Tag im Jahr die Chance haben, schwarze statt rote Zahlen zu schreiben, könnte ebenfalls ein Grund der Namensgebung sein.

Die Masche hinter dem Black Friday

Hinter dem Black Friday steckt eine profitable Marketing-Strategie: den Konsum ankurbeln, die Lagerhallen leeren. In einem gesĂ€ttigten Markt, wie beispielsweise Deutschland, braucht es “AnlĂ€sse”, damit vermehrt geshoppt wird. Weltweit kaufen Millionen von Menschen an nur einem einzigen Tag enorm viele Dinge, die sie eigentlich nicht brauchen. Weil der Preis lockt.

Die Folgen des Black Fridays auf unsere Umwelt

Ein neuer Fernseher, Laptop, Drucker, KĂŒhlschrank, Kaffeevollautomat oder doch lieber ein neues Parfum, Fahrrad oder Handy? Ob Technik-Angebote oder gĂŒnstige Reisen, ob online oder offline: Es wird geshoppt, bis die Kreditkarte glĂŒht. Dass davon auch unser Planet glĂŒht, haben viele allerdings nicht auf dem Schirm. Es entsteht massig VerpackungsmĂŒll und die CO2-Emissionen durch den Transport steigen enorm. Ein Teufelskreis, der die ErderwĂ€rmung befeuert. Die verheerenden Folgen: Hochwasser, WaldbrĂ€nde, Orkane, Wetterextreme.

Schriftzug Sale Konsum

Werden wir am Black Friday in die Falle gelockt?

Am Black Friday gibt’s immer die besten Deals – oder nicht? Laut einer Studie von WISO sparen Kund:innen tendenziell nicht mehr oder weniger als an anderen Tagen des Jahres. Warum wird aber der Eindruck erweckt, die gĂŒnstigsten Angebote an ebendiesem Tag zu ergattern? Der Trick liegt in trĂŒgerischen Versprechen diverser Anbieter: “Spare 50 % und mehr auf Produkt XY”! 

Was so verlockend klingt, ist oftmals mehr Schein als Sein. Als “Originalpreis” wird nĂ€mlich meist die “unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers” (kurz UVP) genannt. Diese ist enorm hoch angesetzt und wird in der Regel nie wirklich kassiert. Clever: Je höher der “ursprĂŒngliche” Preis angegeben wird, desto mehr können wir – vermeintlich – sparen.

Schriftzug Shopping Wahnsinn Konsumkritik

Auch Neurowissenschaftler:innen untersuchten die Auswirkung von Rabatten auf das menschliche Belohnungssystem: Allein der Anblick von Prozentzeichen auf Preisschildern reicht aus, um dieses Areal im Gehirn zu aktivieren. Kein Wunder also, dass an einem so rabattreichen Tag wie Black Friday meist mehr gekauft wird als geplant oder benötigt. Auf lange Sicht macht dieses HochgefĂŒhl aber nicht glĂŒcklich. Laut einer Studie können auf die anfĂ€ngliche Euphorie sogar negative Emotionen folgen, da SchuldgefĂŒhle oder innere Leere sich breitmachen.

 

Ein weiteres Problem ist, dass Rabattschlachten einen immer stÀrkeren Trend zur Discount-Gesellschaft fördern. Es wird schlichtweg schwieriger, Produkte zu den eigentlich angemessenen Preisen zu verkaufen.

Unsere Green Week und andere Gegenbewegungen

Dieses Konsumverhalten passt nicht zu unserem VerstĂ€ndnis von nachhaltigem Konsum, weswegen wir uns klar gegen Rabattschlachten aussprechen. Dennoch wollen auch wir am Black Friday etwas geben: vor allem unserer Natur. Deswegen starten wir vom 22.11.-29.11. die Green Week. Wir pflanzen pro verkauftem Produkt doppelt so viele BĂ€ume und spenden 10 % der Einnahmen an einen gemeinnĂŒtzigen Verein. Schau am besten auch mal auf unserem Instagram-Account vorbei, um noch mehr zu erfahren.

 

Es gibt mittlerweile einige Gegenbewegungen, die ein Zeichen gegen den Überkonsum am Black Friday setzen:

Green Week nachhaltig shoppen

Der White Monday, eine Bewegung aus Schweden, ruft beispielsweise dazu auf, unser Konsumverhalten zu hinterfragen und animiert die Menschen, nachhaltig einzukaufen. Bereits vorhandene Ressourcen sollen genutzt, Produktlebenszyklen verlĂ€ngert und Lösungen fĂŒr das Wegwerfen gefunden werden. Teilnehmende Unternehmen verpflichten sich dazu, keinerlei Black-Friday-Marketing zu betreiben und keine exklusiven Rabatte in diesem Rahmen anzubieten.
Am Green Monday spenden einige Unternehmen Teile ihrer Einnahmen oder pflanzen BĂ€ume. So wie wir. 🌳
Am Giving Tuesday, dem weltweiten Tag des Gebens, liegt der Fokus auf dem Miteinander: geben, helfen, teilen und spenden, wo Hilfe benötigt wird.

 

In Vancouver wurde 1992 der “Buy Nothing Day” organisiert, in Deutschland bekannt als “Kauf-nix-Tag”, der fĂŒr 24 Stunden zum (freiwilligen) Konsumverzicht aufruft.

Was du am Black Friday tun kannst

Werde Teil unserer Green Week und tu mit deinem Kauf was Gutes. Gib der Umwelt gemeinsam mit uns etwas zurĂŒck. Hinterfrage dich außerdem bei jedem Kauf: Ist es ein Impulskauf oder brauche ich das wirklich? Muss ich das neu kaufen oder gibt es eine nachhaltigere Alternative? Besitze ich vielleicht schon etwas Ähnliches?


Wenn wir alle mehr Bewusstsein fĂŒr unser Konsumverhalten und dessen Auswirkungen haben, können wir gemeinsam etwas Ă€ndern. Unser Planet wird es uns danken. 🌎

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