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Fairtrade
Kakao

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Kakao - it's a dirty business.

... bei dem viele gerne wegschauen. Dabei kann man die Augen vor den katastrophalen Bedingungen auf den Kakaoplantagen längst nicht mehr verschließen. Wir von nucao wollen zeigen, dass es besser geht. Warum und wie wir mit den ausbeuterischen Strukturen der Kakaoindustrie brechen, erfährst du hier.

Die Macht der wenigen Großen.

Die Verarbeitung von Kakao wird von einigen wenigen Großkonzernen dominiert. Allein die Big Player kontrollieren zusammen fast 60 % des weltweiten Schokoladenmarktes. Dem gegenüber stehen ca. 5,5 Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen, deren wichtigste Einkommensquelle der Kakaoanbau ist.

Das Problem auf dem Weltmarkt:

Da Kakao an der internationalen Rohstoffbörse in New York und London gehandelt wird, haben die Arbeiter:innen auf den Kakaoplantagen so gut wie keinen Einfluss auf die Preisgestaltung. Vom Preis, den die Käufer:innen in Deutschland für eine Tafel Schokolade bezahlen, kommen gerade einmal 6-7 % bei den Bauern und Bäuerinnen an. Die Arbeiter:innen auf den Plantagen leben an der Grenze zur Armut und können die eigene Familie nur schwer versorgen.

Kakao - it's a dirty business.

Niedrige & instabile Kakaopreise

Durch die Inflation ist der Kakaopreis seit 1980 um fast 50 % gesunken. Allein von Mitte 2015 bis Ende 2017 ist der Preis um drastische 40% gefallen. Grund dafür war eine Rekordernte in der Elfenbeinküste, die das Angebot an Kakaobohnen und die Nachfrage überstieg. Der Preis stürzte in den Keller und zog massive Einkommensverluste bei den Bauern und Bäuerinnen mit sich. Die Preise schwanken noch heute. Der Grund dafür sind unter anderem Ernteausfälle durch Schädlingsbefall oder schlechte Witterungsbedingungen sowie eine zu geringe Nachfrage. Die Folge der Schwankungen sind eine geringe Planungs- und Einkommenssicherheit.

Arbeitsbedingungen auf den Plantagen

Schwerstarbeit, Unterbezahlung, Geschlechterungleichheit: die schlechten Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen sind längst kein Geheimnis mehr. Noch immer arbeiten mehr als 3 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen weltweit. Trotzdem verschließen Großkonzerne gekonnt ihre Augen davor und machen weiter wie gewohnt – wirft ja immerhin einiges an Profit ab. Es muss sich endlich etwas ändern. Wir müssen mit den ausbeuterischen Strukturen der Kakaoindustrie brechen und eine wirklich nachhaltige Alternative anbieten.

Fairer Handel – die Lösung? ...

Ökonomie, Ökologie und Soziales bilden die drei Säulen vom Fairem Handel. Die Hauptkriterien des fairen Handel beinhalten:

1| faire Beziehungen

langfristige, transparente Handelsbeziehungen ohne unfairen Zwischenhandel

2| gerechten Lohn

faire Preise, um Produktions- und Lebenshaltungskosten abzudecken

3| Recht des Einzelnen

Stärkung der Position und Rechte der Arbeitenden sowie ihrer Organisationen

4| Gleichberechtigung

Sicherung von Kinder-, Arbeits- und Menschenrechten sowie die Gleichberechtigung von Frauen

5| fairen Welthandel

gerechtere Regeln des Welthandels, bspw. durch Bildungs- und politische Kampagnenarbeit

6| Überprüfung

Die Kontrolle der Einhaltung dieser Kriterien

... Ja!

Damit sollen sowohl die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen am Anfang der Lieferkette verbessert werden, als auch ihre politische und wirtschaftliche Position.

Ein fairer Preis muss für alle Beteiligten fairen Lohn sichern und die entstandenen Kosten decken. Der faire Lohn muss wiederum einen würdigen Lebensstandard gewährleisten und Frauen und Männer gleich entlohnen. Zusätzlich erhalten die Kleinbauer:innen einen Anteil vom Verkaufspreis, den sie innerhalb ihrer Gemeinschaft für soziale Zwecke verwenden können.

Auch die Handelspartner:innen sollen fair miteinander umgehen und möglichst langfristig zusammen arbeiten. So erlangen Kleinbauern und -bäuerinnen Planungssicherheit und die Partner:innen können sich gegenseitig unterstützen, wenn Kredite, Weiterbildungen oder andere Kosten anstehen. Das wiederum sorgt für finanzielle und gesundheitliche Sicherheit. Auch demokratische Strukturen werden gefördert, da die Arbeitenden sich selbst organisieren und gemeinsam für ihre Rechte einstehen.

"fair gelabelt" auch immer "fair gehandelt"?

Mittlerweile gibt es viele Siegel, die den Fairen Handel unterstützen und das Einhalten der Grundsätze des Fairen Handels bestätigen. Das Problem: Anders als beim Bio-Siegel gibt es hier keine gesetzlichen Vorschriften. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl an Zeichen, Labeln und Siegeln, die nicht glaubhaft nachweisen können, dass sie sich auch wirklich an die international anerkannten Kriterien des Fairen Handels halten.

Das offizielle Überprüfen der oben genannten Kriterien ist auch deshalb so wichtig, weil die freiwilligen Selbstkontrollen bei vielen Unternehmen meist nicht konsequent eingehalten werden.

Fairtrade Kakao in unserer nucao Schoki

Wir beziehen unseren Bio- und Fairtrade-zertifizierten Kakao von peruanischen Kooperativen, die nicht nur faire Preise zahlen, sondern auf Pestizide verzichten und mit Mischkulturen und Agroforstwirtschaft die Biodiversität fördern. Das „Fairtrade Cocoa“-Siegel sichert den Kakao-Bauer:innen ein stabiles Einkommen, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und eine langfristige Partnerschaft. Für den Anbau und Handel von Kakao gelten folgende Kriterien:

- Kakao-Bauer:innen bekommen Mindestpreise für ihre Ernte

- Zuschläge und Unterstützung für Bio-Anbau

- Arbeiter:innen können sich zu Gewerkschaften zusammenschließen

- Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit

- Trainings und Schulungen für Mitarbeiter:innen

- Bauer:innen erhalten Prämien für selbstgewählte soziale Projekte

Aber wir können noch mehr ...

Unsere peruanischen Kooperativen zahlen nämlich nicht nur faire Preise, sondern tragen durch den Anbau in Agroforstsystemen auch zum Erhalt der Biodiversität bei, ebenso wie zum Klimaschutz, zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit sowie zur Steigerung des Einkommens der Produzent:innen, auch durch abwechslungsreichere Erzeugnisse wie Obst und Kräutern.

Alles steht und fällt mit dem Preis

Wenn wir Ursachen und nicht nur Symptome bekämpfen wollen, wird klar: Alles steht und fällt mit dem Preis. Nur durch die Bezahlung eines wirklich fairen Preises können wir das Risiko reduzieren, dass Kakaoproduzent:innen aus wirtschaftlichen Gründen auf nicht-nachhaltige Praktiken zurückgreifen müssen, wie zum Beispiel Abholzung, Kinderarbeit oder die Nutzung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln.

Deshalb zahlen wir unseren Farmer:innen aus Peru zusätzlich zur Bio- und Fairtrade-Prämie eine Extra-Prämie für die hohe Qualität des Kakaos. Full transparency wanted? Pro Tonne Kakao zahlen wir einen Durchschnittspreis von 3.500 US-Dollar an unsere Kooperativen. Als Vergleich: Der durchschnittliche Handelspreis für eine Tonne Kakao liegt aktuell bei ca. 2.400 US-Dollar (Stand: 11/2022).

Physische Rückverfolgbarkeit

Unser Kakao ist zu 100% physisch rückverfolgbar. Das bedeutet, dass die Kakaoprodukte 1:1 von der Fairtrade-Produzentenorganisation stammen und die Rückverfolgbarkeit jederzeit bis zur Produzentenorganisation möglich ist. Der Kakao wird dabei in jeder Phase der Produktion von „nicht-Fairtrade"-Rohstoffen getrennt weiterverarbeitet. Die unabhängige Kontrolle durch Flocert prüft den Waren- und Geldfluss über die ganze Lieferkette hinweg.

It's Storytime - Peru.

Unser Besuch bei unserer Kakao-Kooperative in Peru -

5 schnelle Fragen an Kristin aus unserem Nachhaltigkeitsteam

High Quality.

Kakao aus Peru weist eine sehr hohe Qualität auf: Hochwertige Sorten und feiner, geschmackvoller Kakao sind hier garantiert. Beim Kakaoanbau in Peru können außerdem höhere soziale Standards eingehalten werden als es z.B. in Westafrika der Fall ist, wo Kinder- arbeit nach wie vor ein systematisches Problem darstellt. Und dritter Grund: Peru ist weltweit der größte Anbieter von Bio- und Fairtrade-Kakao.

Klarheit.

Die Besuche sind wichtig für uns, um langfristige Partnerschaften aufzubauen, die Bauer:innen persönlich kennenzulernen und uns ein wahrheitsgetreues Bild von ihrer Lebensrealität machen zu können. Bei unserem letzten Besuch unserer Hauptkooperative Norandino haben wir die Grundlage für den direkten Austausch zu den Herausforderungen im Kakaoanbau geschaffen und besprechen aktuell, wie wir die Kooperative und die zugehörigen Communities zukünftig noch stärker unterstützen können.

Da gibt's viele.

Die Kakaobauer:innen haben aktuell mit einer Reihe von Herausforderungen zu kämpfen, allen voran Krankheiten und eine schwache Ernte durch zu viel Regen und Feuchtigkeit. Die Bauer:innen spüren schon heute Auswirkungen des Klimawandels sehr viel deutlicher, vor allem in einer Veränderungen in der Bodenstruktur der Plantagen. Hinzu kommen Probleme mit Agrochemikalien, Glyphosat und Kadmium. Außerdem wurde geäußert, dass der faire Handelspreis nach wie vor nicht ausreichend ist, um ein existenzsicherndes Leben zu führen. Viele Bauer:innenn sind allein auf die Kakao-Ernte angewiesen.

Wir haben uns viele verschiedene Plantagen vor Ort angesehen und viel über Anbauweisen und Agroforstwirtschafts-Modelle diskutiert, bei denen neben Kakao auch andere Spezies auf einer Plantage gepflanzt werden und dadurch Ökosysteme auf natürliche Weise regenerieren können. Andere - höhere - Baumspezies bringen aber oftmals viel Schatten mit sich. Durch die zunehmende Feuchtigkeit können Schimmelpilze entstehen, wodurch wiederum die Ernte geringer ausfällt. Die wichtigste Erkenntnis war also definitiv, dass jede Plantage seine eigene Bedingungen mit sich bringt und es keine one size fits all Lösung in Bezug auf Agroforstwirtschaft gibt.Wenn wir aber eines gesehen haben, dann das: Die Kakaobauer:innen arbeiten und leben hier voll und ganz im Einklang mit der Natur.

Der Besuch war der Anstoß für die Planung eines gemeinsamen Projektes mit der Kooperative und den Kakaobauer:innen um Kakaoanbau nachhaltig zu verändern und auch in Zukunft eine ertragreiche und existenzsichernde Ernte gewährleisten zu können. Seid gespannt!

Mehr über uns

Schokolade.

Sie ist verdammt lecker und macht obendrein glücklich. Warum und wie Schokolade entsteht, erfährst du hier.

Nachhaltig verpackt.

Unsere Produkte sind in heimkompostierbarer Zellulose oder Papier verpackt. Warum, wieso, weshalb, kannst du hier nachlesen.

Quellen

(1)https://www.forum-fairer-handel.de/fairer-handel/was-ist-fairer-handel

(2)https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/fairer-handel-einkauf-mit-gutem-gewissen-7067

(3)https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/Fachinformationen/Aktuell/Aktuell43_Fairer_Handel_und_Siegel.pdf

(4)https://utopia.de/ratgeber/fairer-handel-das-solltest-du-ueber-fairtrade-wissen/

(5)https://de.makechocolatefair.org/themen/schwankende-kakaopreise-und-geringes-einkommen-der-kleinproduzentinnen

(6)https://www.bundestag.de/resource/blob/420234/0474bf02f362c3e96408176b4a7d738d/praesentation-data.pdf/praesentation-data.pdf

(7) https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/2018/02/unfairer-handel-westafrikanische-kakaobauern-erhalten-nur-sechs-prozent/