Eine starke Kooperative – gemeinsame Wertschöpfung in Peru

Was wäre eine Schokolade ohne seinen Kakao? Richtig, nichts! Die einzigartige Kuvertüre verhilft nucao nicht nur zu seinem herben Geschmack, sondern auch zu einer einmaligen Textur. Aber woher kommt der Kakao eigentlich ursprünglich und wer sorgt dafür, dass wir regelmäßig mit feinster Kakaomasse ausgestattet werden? Den Fragen gehen wir jetzt direkt mal auf den Grund.

Unsere Genossenschaft in Peru

Wir beziehen unsere Kakaomasse – natürlich mithilfe unserer Importeurin – von der Bauernkooperative Naranjillo aus der Region Huánuco in Peru.  Die Mitglieder und Eigentümer der Kooperative sind Kleinbauernfamilien, die ihre eigenen Farmen bewirtschaften.

Die Genossenschaft Naranjillo wurde bereits 1964 gegründet und ist eine der ältesten und größten Genossenschaften in Peru. Die Kooperative verfügt inzwischen über moderne Anlagen zur Herstellung von Halbfertigprodukten, sodass die Bauer:innen vom früheren Export von Kakaobohnen zum Export von Halbfertigwaren übergegangen sind. Was bedeutet das? Wir kaufen nicht die Kakaobohnen als Rohprodukt, sondern die weiterverarbeitete Kakaomasse, die direkt vor Ort von weiteren Mitarbeiter:innen der Bauernkooperative vermahlen wird. Diese zusätzlichen Einnahmen können direkt von der Kooperative verwendet werden, um Trainings für die Farmer zu finanzieren oder um in eine bessere Infrastruktur in den ländlichen Regionen zu investieren.

Wertschöpfung vor Ort

Wenn wir vorgefertigte Produkte wie Kakaonibs, Kakaobutter und Kakaolikör kaufen, tragen wir damit also zum Wachstum der Kooperative als Unternehmen bei und fördern die Entwicklung der Gemeinden. Durch die Weiterverarbeitung vor Ort erzielt die Gemeinschaft direkte Vorteile und vor allem jüngere Generationen haben mehr Möglichkeiten, ihre Zukunft zu gestalten, ohne dafür ihren Heimatort verlassen zu müssen.

Jede Bauernfamilie besitzt im Schnitt 2,5 ha an landwirtschaftlichen Betrieben. Neben Kakao werden auf den Grundstücken aber auch Maniok, Bananen, Papaya oder Bohnen angebaut. Laut Aussage der Kooperative, mit der wir in engem Austausch stehen, konnten im letzten Jahr etwa 60 Kleinbauernfamilien durch unsere Zusammenarbeit und die Abnahme der Kakaomasse profitieren.

Nachhaltig. Bio. Fair.

Die Kooperative betreibt sowohl ein ökologisches als auch ein konventionelles Programm. Unsere Bauer:innen sind Teil des nachhaltigen Bio-Programmes. Das Ziel des Programms ist es, die Region durch Anreize zu 100% biologisch zu machen und ein Premium-Produkt anzubieten, das biologisch und umweltfreundlich ist. Durch effiziente Praktiken von der Planung bis zur Nachernte können die Bauer:innen ihre Produktion von 900 Tonnen pro ha auf 1500 Tonnen pro ha steigern und erhalten regelmäßige technische Unterstützung und Weiterbildungen.

Das ‘Control Union Fair Choice’ Siegel

Die Naranjillo-Kooperative verfügt zudem über die CU Fair Choice Zertifizierung. Die Zertifizierung garantiert, dass sich ein Unternehmen einer nachhaltigen Entwicklung und Verbesserung der sozialen Bedingungen verpflichtet hat. Alle Unternehmen entlang der Lieferkette müssen dabei zertifiziert sein. Die sozialen Kriterien zu Arbeitsbedingungen von Arbeitern (z.B. in der Weiterverarbeitung zu Kakaomasse) umfassen Aspekte wie die Einhaltung der Höchstarbeitsdauer, Ausschluss von Zwangsarbeit und sichere Arbeitsbedingungen.