Häufige Fragen

1. Allgemeines zu unseren Produkten, Zutaten und Inhaltsstoffe

Enthalten eure Produkte Palmöl, Soja, Laktose? Sind sie glutenfrei?

Antwort: Alle unsere Produkte sind frei von Palmöl, Soja, Gluten und Laktose. Die Produktionsstätte, in der unsere Riegel für uns hergestellt werden, bedient außer uns jedoch noch andere Herstellungsprozesse. So können wir nicht genau wissen, ob in den anderen Rezepturen Soja enthalten ist und die Maschinen 100 % sojafrei sind. Die Reinigung erfolgt aber sehr gewissenhaft, so konnten bei regelmäßigen Analysen jedes mal nur geringste Mengen nachgewiesen werden. 

Ist Kokosblütenzucker gesünder als normaler Zucker?

Antwort: Der Unterschied besteht insbesondere in der Herstellung der Zuckerkristalle, weshalb der Mineralienanteil (z.B. Zink, Magnesium und Eisen) von Kokosblütenzucker höher ist und in der weiteren Verarbeitung in unserem Körper in seiner ursprünglichen und annähernd naturbelassenen Form erhalten bleibt. Zudem enthält der Nektar mehr als 2 Prozent Ballaststoffe, welche stark verdauungsfördernd wirken und wichtig für unseren gesamten Verdauungstrakt sind. Darüber hinaus ist der glykämische Index eine maßgebliche Kennzahl zur Bestimmung der Wirkung eines Kohlenhydrates (Zuckers) in unserem Körper. Er beschreibt den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von kohlenhydrat- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln. Kokosblütenzucker hat einen glykämischen Index (GI) von 35 und liegt damit weit unter dem des raffinierten Zuckers (GI von 80). Der geringe Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Kokosblütenzucker führt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl und einer niedrigen Insulinausschüttung.

Antwort: Der Unterschied besteht insbesondere in der Herstellung der Zuckerkristalle, weshalb der Mineralienanteil (z.B. Zink, Magnesium und Eisen) von Kokosblütenzucker höher ist und in der weiteren Verarbeitung in unserem Körper in seiner ursprünglichen und annähernd naturbelassenen Form erhalten bleibt. Zudem enthält der Nektar mehr als 2 Prozent Ballaststoffe, welche stark verdauungsfördernd wirken und wichtig für unseren gesamten Verdauungstrakt sind. Darüber hinaus ist der glykämische Index eine maßgebliche Kennzahl zur Bestimmung der Wirkung eines Kohlenhydrates (Zuckers) in unserem Körper. Er beschreibt den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von kohlenhydrat- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln. Kokosblütenzucker hat einen glykämischen Index (GI) von 35 und liegt damit weit unter dem des raffinierten Zuckers (GI von 80). Der geringe Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Kokosblütenzucker führt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl und einer niedrigen Insulinausschüttung.

Einmal schreibt ihr Kokosblütenzucker, einmal Kokosblütennektar, was stimmt und wo ist der Unterschied?

Antwort: Es stimmt beides! Für unsere nucao-Schokoriegel verwenden wir Kokosblütenzucker, für unsere neuen nuseed-Riegel verwenden wir Kokosblütennektar. Der Unterschied zwischen Kokosblütenzucker und -sirup bezieht sich auf die Kristallisationsform und damit einhergehend den Wassergehalt. Der relativ hohe Wassergehalt von Kokosblütensirup ist in Schokolade ein absolutes NO-GO, aber bei nuseed hatten wir hier etwas mehr Spielraum. Kokosblütensirup besteht demnach durch den relativ hohen Wassergehalt prozentual gesehen auch aus weniger Zucker (zu ca. 75%). Gesundheitsbezogen ergeben sich für beide die gleichen Pluspunkte gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker.

Welchen Zimt verwendet ihr? Ist Cassia-Zimt nicht gesundheitsschädlich?

Antwort: Hier können wir dich direkt beruhigen. Das “gesundheitsschädliche” im Cassia-Zimt ist dessen verhältnismäßig höherer Cumarin-Gehalt. Diesen lassen wir bei jeder der verwendeten Charge analysieren und geben diesen Zimt erst frei, wenn sich der Cumarin-Gehalt im gesundheitlich unbedenklichen Bereich befindet. Tut er das nicht, wird der Zimt auch nicht in unseren Produkten verwendet. Da Cassia-Zimt jedoch durch seinen sehr guten Geschmack überzeugt, verwenden wir die Zimtsorte dennoch, jedoch unter strenger Kontrolle und extra deshalb zwei verschiedene Sorten des Cassia-Zimtes. Grund hierfür ist, dass wir in nucao nur seine sehr sehr geringe Menge des Zimtes einsetzen können um den gewünschten Geschmack zu erzielen und daher bei Weitem nicht an die Richt-/Warnwerte für den Cumarin-Gehalt kommen (hier orientieren wir uns an Weihnachtsgebäck, da es für Schokolade komischerweise nicht einmal Richt-/ Warnwerte gibt). Für nupro benötigen wir deutlich mehr Zimt um den gewünschten Geschmack auch ins Endprodukt transportieren zu können und nehmen dementsprechend eine Variante mit einem deutlich geringeren Cumarin-Gehalt. Der Cumarin-Gehalt des Endproduktes ist damit in jedem Fall verschwindend gering und stellt gesundheitlich keinerlei Problem dar.


1.1 Fragen zu nucao

Wie lagere ich nucao am besten?

Antwort: Unsere nucao Riegel schmelzen ab Temperaturen von etwa 30°C. Damit du am Ende kein Schokomus hast, sollten die Riegel generell nicht lange in der Sonne liegen und eher lichtgeschützt gelagert werden. Wenn du Schokolade etwas kühler und bissfester magst, kannst du die Riegel auch im Kühlschrank aufbewahren. Tipp: Wenn du den weißlich/grauen Schleier (sogenannten Fettreif), den man häufig auf Schokoladen aller Art sieht, vermeiden möchtest, ist es grundsätzlich zu empfehlen, die Riegel kühl, dunkel und trocken zu lagern. Wenn er dennoch entstanden ist – keine Panik, Fettreif beeinflusst rein die Optik des Produktes, der Riegel ist ohne Bedenken verzehrbereit.

Ich habe eine Nussallergie, kann ich nucao trotzdem essen?

Antwort: nucao basiert immer auf Nüssen und Hanfsamen. Die Nusssorte variiert je nach Geschmacksrichtung. Wenn du nur gegen eine bestimmte Nussart allergisch bist, solltest du am besten nochmal ganz genau bei den Inhaltsstoffen nachsehen, welche Sorte eventuell doch für dich in Frage kommt.

Wie wirkt sich nucao auf den Blutzuckerspiegel aus?

Antwort: Unsere Produktentwicklung hat sich natürlich sehr intensiv mit den Vorteilen von Kokosblütenzucker im Vergleich zu raffiniertem Zucker beschäftigt, mussten aber auch feststellen, dass es derzeit nur wenige Studien zur Wirkung auf den Blutzuckerspiegel gibt. Aus diesem Grund haben wir uns gedacht: dann machen wir eben unsere eigene kleine Studie! Hierzu haben wir uns Unterstützung von Prof. Dr. Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum Düsseldorf geholt, so dass wir auch sicher sein konnten, dass die Testbedingungen stimmen und die Ergebnisse aussagekräftig sind. Hierzu wurde der Verlauf des Blutzuckerspiegels nach Verzehr unserer nucao und nuseed Riegel mit dem Verlauf des Blutzuckerspiegels eines herkömmlichen Schoko-Riegels verglichen. Das Ergebnis der ersten Testreihe war eindeutig; Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Dadurch ist man schneller und länger gesättigt.

Verwendet ihr Rohkakao?

Antwort: Anfangs haben wir unsere Riegel mit roher Kakaomasse hergestellt, jedoch haben wir dies im vergangenen Jahr revidiert, weswegen wir nun ausschließlich auf hochwertigen Edel-Bio-Kakao mit Single Origin setzen.. Grund hierfür ist, dass wir uns uns in den letzten Jahren bezüglich der ernährungsphysiologischen Vorteile von Rohkakao im Vergleich zu “konventionellem” Bio-Kakao viel belesen und auch selbst einige Analysen bezüglich dessen Gehalt an Antioxidantien durchgeführt haben. Herausgestellt hat sich hier, dass hochwertiger Kakao dem Rohkakao in nichts nachsteht. Teilweise konnten wir sogar zeigen, dass edle Zartbitterschokolade einen hören Antioxidantiengehalt aufweist als die gleich zusammengesetzte Schokolade auf Basis von Rohkakao. Da es uns, anhand neu gewonnener Erkenntnisse, jedoch fern liegt unseren Kunden einen gesundheitlichen Vorteil vorzugaukeln, den es nicht gibt, sind wir den Schritt gegangen und haben uns vom Rohkakao verabschiedet. Weiterhin beziehen wir den Kakao von der selben Kooperative in Peru, mit der wir bereits einige Jahre sehr eng zusammen arbeiten. Dort wird die Lebensqualität des Arbeitnehmer, die Qualität des Kakaos und Nachhaltigkeit im Allgemeinen sehr groß geschrieben.

Frage: Welches Vanille-Extrakt verwendet ihr und ist da Zucker drin?

Bei unserem Vanille-Extrakt handelt es sich um eine Bio-Vanille aus Madagaskar. Es wird aus echten Bio-Vanille-Schoten gewonnen und flüssig auf ein aus Stärke hergestelltes Kohlenhydratgemisch aufgetragen. Also ja, Zucker ist indirekt enthalten, da es sich um Kohlenhydrate handelt. Der etwas “komplizierte” Weg kommt daher, dass wir zu 100% auf künstliche Aromen verzichten wollten uns für uns eine einfache Lösung wie 1-2 Tropfen Vanille-Aroma keine Option war.


1.2 Fragen zu nupro

Woher kommen die Proteine im nupro Shake?

Antwort: Eine Portion nupro (40g Proteinpulver) beinhaltet 20g rein pflanzliches Protein.  Im Vergleich zu anderen Proteinpulvern ist der Proteinanteil hiermit deutlich geringer. Grund dafür ist im Wesentlichen, dass wir ausschließlich vegane & natürliche Zutaten verwenden – Chemisch aufkonzentriertes Proteinisolat oder tierisches Molkenprotein wirst Du daher in unserer Zutatenliste nicht finden können. Ebenso verzichten wir auf Aromen und Süßungsmittel/ Zuckeralkohole, die zwar den Vorteil bringen, dass bereits ein geringer Anteil für starke Intensität sorgt, diese jedoch auch negative gesundheitliche Folgen haben können und zudem wenig mit dem natürlichen Geschmackserlebnis zu tun haben. Daher haben wir im Endprodukt nupro shake zwar weniger Platz für reines Protein, jedoch bringen die verwendeten, natürlichen Zutaten weitere wichtige Inhaltsstoffe, wie z.B. Ballaststoffe, Mineralien und Spurenelemente, mit. Diese helfen nicht nur den Nährstoffspeicher deines Körpers wieder aufzufüllen, sondern sind meist besser verträglich und halten Dich zusätzlich länger satt.

Frage: Wie hoch ist der Proteingehalt im nupro Shake?

Antwort: Eine Portion nupro (40g Proteinpulver) beinhaltet 20g rein pflanzliches Protein.  Im Vergleich zu anderen Proteinpulvern ist der Proteinanteil hiermit deutlich geringer. Grund dafür ist im Wesentlichen, dass wir ausschließlich vegane & natürliche Zutaten verwenden – Chemisch aufkonzentriertes Proteinisolat oder tierisches Molkenprotein wirst Du daher in unserer Zutatenliste nicht finden können. Ebenso verzichten wir auf Aromen und Süßungsmittel/ Zuckeralkohole, die zwar den Vorteil bringen, dass bereits ein geringer Anteil für starke Intensität sorgt, diese jedoch auch negative gesundheitliche Folgen haben können und zudem wenig mit dem natürlichen Geschmackserlebnis zu tun haben. Daher haben wir im Endprodukt nupro shake zwar weniger Platz für reines Protein, jedoch bringen die verwendeten, natürlichen Zutaten weitere wichtige Inhaltsstoffe, wie z.B. Ballaststoffe, Mineralien und Spurenelemente, mit. Diese helfen nicht nur den Nährstoffspeicher deines Körpers wieder aufzufüllen, sondern sind meist besser verträglich und halten Dich zusätzlich länger satt.

Frage: Ich habe eine Nussallergie, kann ich nupro trotzdem trinken?

Antwort: Ja, auf jeden Fall. In keiner der nupro Sorten sind Nüsse oder andere Allergene enthalten. Du kannst diese also ungehindert genießen.


1.3 Fragen zu nuseed

Hat Hanf nicht eine berauschende Wirkung durch das THC?

Antwort: Hanfsamen enthalten von Natur aus kein THC. Allerdings können sie bei der Ernte mit THC-reichen Pflanzenteilen (Blüten, Blätter oder Stängel) in Berührung kommen, weswegen wir zu jeder Hanfsamen-Charge den THC-Gehalt bestimmen lassen. Die Charge wird nur dann zur Weiterverarbeitung (von nucao) freigegeben, wenn der vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene Grenzwert nicht überschritten ist. Bei der Einhaltung dieser Richtwerte wird den Grundsätzen des vorsorgenden Verbraucherschutzes entsprochen und es ist nicht mit dem Auftreten bedenklicher Wirkungen zu rechnen. 

Was ist Yacon-Sirup und warum ist er bei Brownie drin? 

Yacon-Sirup ist ein alternatives Süßungsmittel mit einem hohen Ballaststoffgehalt. Er wird aus den Knollen der Yacon-Planze gewonnen – er ist also natürlichen Ursprungs. Bei unserer “Brownie”-Sorte wird er lediglich zum Ansüßen der Kakaonibs verwendet, sie sind sozusagen davon umhüllt. Denn rohe Kakaonibs sind zwar auch total lecker sind, aber nicht für jedermann, denn sie schmecken teilweise etwas bitter/säuerlich. Daher haben wir die minimal gesüßte Variante gewählt, um allen Geschmäckern gerecht zu werden. 

2. Versand und Transport

Sind eure Transportwege so CO2-freundlich wie möglich?

Der Versand unserer Produkte vom Lager zu unseren Endkonsumenten erfolgt mit dem Versandservice DHL GoGreen: Im Rahmen des Umweltschutzprogramms werden die durch den Transport entstehenden Treibhausgase nach einem Verfahren ermittelt, das auf den Prinzipien des “GHG Protocol for Products” basiert. Anschließend wird ein Betrag berechnet, der in Klimaschutzprojekte, wie die Unterstützung umweltfreundlicher Energieerzeugung und Aufforstung, investiert wird, um die entstandenen CO2-Ausschüttungen und die transportbedingten CO2-Emissionen der individuellen Paketmengen angemessen auszugleichen. Die meisten unserer Rohstoffe werden außerdem über dem Schiffs- oder Landweg nach Deutschland transportiert, sodass auf den Flugverkehr größtenteils verzichtet werden kann. Da wir hierfür aber auf keinen generellen Beleg verweisen können, wollen wir zukünftig ein detaillierteres Konzept entwickeln, um klimarelevante CO2-Emissionen in der Lieferkette zu erfassen und zu reduzieren

3. Nachhaltigkeit (Herkunft, Fair Trade, Supply Chain, Eden, Verpackung)


3.1 Herkunft

Wie regional seid ihr wirklich?

Antwort: Hand aufs Herz. Wenn man sich veranschaulicht, aus welchen Ländern die Zutaten unserer Produkte kommen, wird eines deutlich: Unser Riegel ist nicht besonders regional. Während einige Rohwaren wie Erdmandelmehl, Sonnenblumenprotein und Johannisbeerpulver zwar aus Europa kommen, werden insbesondere unsere Hauptzutaten wie Kakao, Hanf und Kokosblütenzucker in entfernteren Ländern angebaut und verarbeitet. So gerne wir all unsere Rohstoffe so nah wie möglich direkt von deutschen Feldern beziehen würden — bei dem Bezug einiger Zutaten ist unsere Wahl leider alternativlos. Was wäre denn ein Schokoriegel ohne Kakao? Bei anderen Rohstoffen hängt unsere Entscheidung vor allem von Einflussfaktoren wie Qualitätsanforderungen, Mikrobiologie und Geschmack ab. Preise sind aber natürlich auch ein zu berücksichtigender Treiber. Ein gutes Beispiel hierfür sind unsere Hanfsamen (später mehr dazu). Leider ist es auch für uns nicht immer durchsichtig, welcher Bezug aus welchem Land wirklich nachhaltig ist und welcher nicht. Regionalität geht für uns daher nicht in jedem Fall ausnahmslos mit Nachhaltigkeit einher, da die reine Entfernung zu unseren Rohstoffen wenig über die Umweltfreundlichkeit der dazugehörigen Prozess- und Lieferkette aussagt. Was viele nicht bedenken: Der Transport fällt bei den Emissionen eines Lebensmittels vergleichsweise gering ins Gewicht: Transport macht durchschnittlich nur etwa 4% der Emissionen aus! Andere Faktoren wie die Herstellung und Produktion, Wasserverbrauch oder Anbaumethoden spielen oft eine viel größere Rolle: Ein Allgäuer Käse oder eine Frankfurter Wurst kann weitaus höhere Emissionen verursachen, als Kakaobohnen oder Obst vom anderen Ende der Welt. Entscheidend ist also nicht nur die Regionalität, sondern auch, welche Produkte überhaupt gekauft werden.

Hanf wird bereits in Deutschland angepflanzt, warum bezieht ihr trotzdem aus China?

Antwort: Nicht alle regional wachsenden Rohstoffe entsprechen unseren Anforderungen an die Qualität unserer Produkte. Hanfsamen sind eine solche Zutat. In China wird Hanf schon seit langer Zeit als Nutzpflanze verwendet. In Europa war es im Gegensatz dazu lange verboten, Hanf als Nutzpflanze und Nahrungsmittel zu verarbeiten, weshalb die Hanfsamen aus europäischen Ländern noch sehr neu sind und für die Verarbeitung in unseren Endprodukten keine ausreichend gute Qualität aufweisen. Mit fehlender Entwicklung schmecken die Samen oft grasig und bitter anstelle von nussig. Natürlich suchen wir aber weiter nach Wegen, hochwertige biologische Hanfsamen perspektivisch aus Europa zu beziehen.


3.2 Fair Trade

Mit welcher Kooperative arbeitet ihr zusammen und wie könnt ihr gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne in der Kakaoindustrie sicherstellen?

Wir unterstützen die Bauernkooperative Naranjillo in der Region Huanuco in Peru, die zur Wertschöpfung vor Ort beiträgt und neben dem Anbau die Bohnen zu Kakaomasse weiterverarbeitet. Die Kakaobauer*innen sind Eigentümer der Kooperative Naranjillo. Die Genossenschaft verfügt inzwischen über moderne Anlagen zur Herstellung von Halbfertigprodukten, sodass die Bauer:innen vom früheren Export von Kakaobohnen zum Export von Halbfertigwaren übergegangen sind: Wenn wir vorgefertigte Produkte wie Kakaonibs, Kakaobutter und Kakaolikör kaufen, tragen diese zum Wachstum der Kooperative als Unternehmen bei und fördern die Entwicklung der Gemeinden. Durch die Weiterverarbeitung vor Ort erzielt die Gemeinschaft direkte Vorteile und vor allem jüngere Generationen haben mehr Möglichkeiten für ihre Zukunft, ohne ihren Heimatort zu verlassen. Um den schlechten Bedingungen in der Kakaoindustrie entgegenzuwirken, war für uns von Anfang an klar, dass unsere Kakaobohnen zu 100 Prozent rückverfolgbar sind, dass die Kakaobauern- und Bäuerinnen am Anfang der Wertschöpfungskette fair entlohnt werden und dass Premium-Qualität gewährleistet werden kann und der Anbau ökologisch im Agroforstsystem erfolgt. Durch den engen Kontakt zu unserer Importeurin und mit ihr als Bindeglied zu den Kleinbauern können wir für uns unabdingbare Aspekte wie faire Löhne, gerechte Arbeits- und Lebensbedingungen und den Ausschluss von Kinderarbeit sicherstellen.

Warum verfügt ihr nicht über das Fair-Trade-Siegel?

Antwort: Wir haben uns bewusst gegen Fairtrade und stattdessen für Direct Trade entschieden: Wir beziehen unseren Kakao direkt von der Bauernkooperative Naranjillo aus Peru, die dort nachhaltigen Anbau betreibt und weit über dem marktüblichen Preis fair bezahlt wird. Wir bezahlen so nicht nur 30% mehr als den üblichen Welthandelspreis, sondern ausgehend vom derzeitigen marktüblichen Preis auch mehr als den Fairtrade-Preis. Außerdem kaufen wir keine Kakaobohnen, sondern Kakaomasse – also das weiterverarbeitete Produkt. Somit bleibt die Wertschöpfung im Land und es werden zusätzliche Arbeitskräfte in der Kooperative beschäftigt. Diese zusätzlichen Einnahmen werden dann wieder in der Kooperative investiert (z.B. in Weiterbildung). 

Unsere Kakao-Kooperative verfügt zudem über das Fair Choice Label. Dieses kontrolliert die Lieferanten mit Hilfe von externen Gutachtern in Bezug auf Aspekte wie die grundsätzliche Ablehnung von Kinder-und Zwangsarbeit, Verwendung von UTZ-zertifiziertem Kakao bzw. Kakaomasse, etc. Wir sind froh, mit dem EU-Bio-Siegel, dem V-Label und der CU Fair Choice Zertifizierung die für uns fairste und transparenteste Lösung gefunden zu haben, anstatt blind auf ein bestimmtes, anerkanntes Siegel zu vertrauen. Natürlich informieren wir uns aber auch laufend über neue Siegel, die uns und unseren Partnern mehr Sicherheit und Transparenz in Sachen Nachhaltigkeit bieten.

Wart ihr schonmal vor Ort bei den Kakaobauern, um euch ein Bild von der Situation zu machen? 

Antwort: Der Vor-Ort-Besuch in Peru ist 2021 fest eingeplant. Um sicherzustellen, dass die Produktion auch in Zukunft unter fairen Bedingungen stattfinden wird, arbeiten wir daran, mehr Transparenz in die Produktionsprozesse und Kakao-Wertschöpfungskette zu bringen. Zudem möchten wir stetig mithilfe von Teilnahme an Webinaren und Veranstaltungen zu nachhaltigem Kakao unser Wissen erweitern, um Trends aufzuspüren und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen der Branche. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Einholen von detaillierten Daten zur Zusammensetzung des Einkommens und der Ausgaben der Farmer sowie der Bezahlung der Mitarbeitenden, um existenzsichernde Preise berechnen zu können.


3.3 Supply Chain

Nach welchen (Nachhaltigkeits-)Kriterien wählt ihr eure Produzenten und Lieferanten aus?

Antwort: Neben Faktoren wie Qualität, Verfügbarkeit, mikrobiologischen Aspekten und Preis müssen unsere Lieferanten bio-zertifiziert sein. Alle unsere Lieferant*innen sind Bio-zertifiziert. Die Einhaltung der damit verbundenen Kriterien wird an allen entsprechenden Prozessschritten in der Lieferkette bis hin zu uns regelmäßig von unabhängigen und anerkannten Kontrollstellen überprüft. Bei der Prüfung neuer Rohstoffe verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über bestehende und neue Lieferant*innen, fordern Muster und Tests an und beurteilen Qualität und Preis der Muster. Im Anschluss entscheiden wir, ob Nachhaltigkeit für uns hinreichend gegeben ist. Auch die Lieferanten bestehender Rohstoffe überprüfen und werten wir regelmäßig aus, um den Lieferantenpool fortlaufend zu konsolidieren. Bei der Auswahl der Rohstoffe werden nachhaltige Lieferanten bevorzugt gewählt, wenn auch unser Anspruch an Qualität gegeben sein muss.

Wieso stellt ihr eure Lieferketten nicht 100%ig transparent dar? Wie gut kennt ihr eure Lieferketten?

Antwort: Lieferketten in der globalen Lebensmittelindustrie sind extrem komplex. Aus welchem Land kommt die Kaffeebohne für den Cappuccino, den ich gerade trinke, wo wurden die Beeren zu meinem fertigen Pulver verarbeitet, welcher Bauer hat die Kokosnuss für mein Kokosöl gepflückt? Zu einer Lieferkette gehören aber nicht nur der Bezug und das Herkunftsland. Der Schutz von Menschenrechten, die Anerkennung von Arbeitsnormen, der Umgang mit der Umwelt und Korruptionsbekämpfungen müssen ebenso bedacht werden. Wie gesagt, Lieferketten sind komplex. Das wollen wir ändern. Indem wir einen vollständigen Überblick darüber schaffen, wo unsere Zutaten herkommen, wo sie weiterverarbeitet werden und wie die Produkte letztendlich hergestellt werden. Den Bezug, die Weiterverarbeitung und den Vertrieb unserer Produkte versuchen wir so kurz, nachhaltig und durchsichtig wie möglich zu gestalten. Unser langfristiges Ziel ist es, zu 100% ohne Großhändler zu agieren, d.h. jeden Rohstoff im Einkaufsprozess einzeln zu betrachten und einzelne Zutaten direkt von einer bestimmten (im Zweifel kleineren) Kooperative zu beziehen.

Wie umgeht ihr mit eurem Rohstoffbezug Aspekte wie die Abholzung des Regenwaldes, die Vertreibung bestimmter Tierarten oder unsachgemäße Aufforstung?

Antwort: Dadurch, dass alle unsere Lieferanten und Rohstoffe Bio-zertifiziert sind, tragen unsere Lieferanten zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser und Luft bei, indem auf Pestizide und chemisch-synthetische Dünger sowie chemische Zusätze verzichtet wird. Außerdem fördern Bio-zertifizierte Betriebe die Artenvielfalt, indem sie hauptsächlich Rohstoffe aus Mischkulturen beziehen und schonen dabei sowohl Energie als auch Rohstoffe durch das Wirtschaften in Kreisläufen und den angepassten Anbau an klimatischen Bedingungen.


3.4 Verpackung

Woraus besteht unsere Verpackung?

Antwort: Unsere Verpackung besteht aus heim-kompostierbarer Zellulosefolie, einer dünnen Stärkeblendschicht und Papier. Bedruckt wird sie mit wasserbasierten Bio-Farben.

Warum benutzt ihr keine recycelbaren, kompostierbaren Verpackung wie PLA?

Antwort: Nach langer Recherche und Entwicklungszeit haben wir die Zellulosefolie als die momentan beste Alternative zu Plastik für uns ermittelt. Es gelten für Lebensmittel strenge Vorschriften für die Barrierefunktionen, die eine Verpackung erfüllen muss, abhängig von dem verpackten Produkt. Zellulosefolie hat sehr gute Barrierewerte, Papier wiederum bietet nur geringen Schutz. Viele biologisch abbaubare Kunststoffe, so auch PLA sind nicht mehr heimkompostierbar ab einer gewissen Stärke. Da Zellulose die besten Abbaueigenschaften verglichen mit anderen Folien hat, greifen wir lieber auf diesen Werkstoff zurück.

Darf eure Verpackung in den Biomüll?

Antwort: Nein, im Moment verbietet dies die Bioabfallverordnung leider. Du kannst die Verpackung auf den eigenen Kompost, eine Wurmkiste o.ä. werfen.

Darf die Verpackung auch in das Altpapier?

Antwort: Nein, da der Verbund händisch nicht ohne weiteres trennbar ist darf er nicht im Altpapier entsorgt werden.

Stellen unsere Verpackungen wirklich kein Schaden für Pflanzen oder Tiere in der Natur dar?

Antwort: Dadurch dass wir unsere Verpackung für die industrielle und die Kompostierung im Garten zertifiziert haben ist sichergestellt, dass die Verpackung keine Schadstoffe (vor allem Schwermetalle) beinhaltet, die die Bodeneigenschaften negativ beeinflussen können, sich im Boden anreichern können oder Bodenorganismen schaden können. Dadurch dass wir keine Verpackung aus Erdöl nutzen ist auch ausgeschlossen, dass giftige, organische, flüchtige Verbindungen in der Verpackung stecken. Selbst wenn ein Tier die Verpackung fressen würde, kann also kein Schaden entstehen. Darüber hinaus verfügen pflanzenfressende Tiere über Enzyme wie Cellulasen und Amylasen im Verdauungstrakt, die Zellulose und Stärke aufspalten und verdauen können. Auch unseren Würmern in der Wurmkiste geht es nach wie vor blendend.

Warum benutzt ihr eine zweikomponenten Folie und Papier, ist das nicht ein wenig zu viel des Guten?

Antwort: Zellulosefolie hat zwar eine sehr gute Barrierfunktion, ist aber nicht heißsiegelbar. Die zweite Folie ist nötig, damit die Verpackung verschweißt werden kann. Papier ist nötig, um die Stabilität der Verpackung zu gewährleisten, andernfalls müsste man die Folien dicker machen, da Papier aber eine bessere CO2-Bilanz hat, sich sehr gut abbauen lässt und einfacher herzustellen ist, haben wir uns für Papier, statt mehr Folie entschieden.Nun kann man sich natürlich auch die Frage stellen, warum wir nicht einfach mit Kleber arbeiten? Es gibt schließlich auch Standpapierbeutel, die laut Deklarierung aus 100% Papier bestehen. Die Verpackungsindustrie greift hier oft auf einen Trick zurück. Unterschreiten Materialien der Verpackungsherstellung einen gewissen Wert und bestehen mind. 95% der Verpackung aus einem Material, so kann man diese Verpackung ausweisen als “nur aus diesem Material”. Solche Papierbeutel besitzen oft eine dünne Plastikschicht oder Kleber, die Plastik beinhalten, das muss jedoch nicht deklariert werden. Da wir in unseren Verpackungen kein Plastik wollen ist die aktuelle Lösung im Moment die bessere. 

Was sind eure Ziele die Abfallwirtschaft betreffend? Wie wollt ihr solche Verpackungen etablieren?

Antwort: Wir kämpfen dafür, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, sodass Kompostieranlagen entsprechend umgerüstet und offener gegenüber heimkompostierbaren Verpackungsalternativen werden. Kreislauf bedeutet CO2 zu Pflanze, Pflanze zu Material, Material zu CO2 + Erde und so schließt sich der Kreis. Aufklärungsarbeit ist ein weiterer wichtiger Punkt, der hier mit rein spielt: Unsere Gesellschaft sollte die Problematiken kennen, die im Zusammenhang mit der konventionellen Müllentsorgung entstehen. Wir streben an, dass in Absprache mit Anlagenbetreibern, solche Verpackungen wie unsere den Anlagen keine Probleme bereiten und wir den Verbrauchern eine Entsorgungsempfehlung geben können, die ohne Probleme und mit dem größtmöglichen Nachhaltigkeitsgedanken einhergeht.


3.5 Eden

Was ist das Eden Reforestation Project?

Eden Projects ist unser Kooperationspartner in Madagaskar. In Madagaskar wurde bereits über 90% der Küstenregion abgeholzt, was zu erhöhter Bodenerosion und Überschwemmungs­gefahr führt. Mangroven fungieren hier als wichtiges Klimaschutzsystem: Sie verhindern, dass Land erodiert und in den Ozean geschwemmt wird. So bleibt mehr fruchtbares Land erhalten und die Ausmaße von Naturkatastrophen wie Tsunamis können verringert werden. Außerdem sind Mangrovenbäume echte Supertalente – sie können etwa 2 bis 4 Mal so viel schädliches CO2 aus der Luft filtern wie kaum eine andere Baumart und leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Verminderung der globalen Erwärmung und des Klimawandels. Noch dazu helfen sie beim Schutz der rund 200.000 Tier- und Pflanzenarten, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Nicht zu vergessen: Eden Projects verschafft den Bewohnern vor Ort Arbeitsplätze und kümmert sich darum, die Küstenregion wieder aufzuforsten. Es werden auch Bäume in Indonesien, Haiti, Mozambique und Nepal gepflanzt. Also eine rundum gute Sache! 

Pflanze ich wirklich mit jedem gekauften Produkt einen Baum?

Antwort: Ja, das 1 Produkt = 1 Baum Konzept ist Teil unserer Unternehmensphilosophie. Denn für jede verkaufte nupro Box und jeden nucao- und nuseed-Riegel geht ein Betrag an die Aufforstungsorganisation Eden Projects, die dann im Namen von uns einen Baum pflanzt. Somit kannst du mit deinem Einkauf direkt etwas an die Natur zurückgeben und einen eigenen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Warum hilft the nu company, Bäume in Ländern wie Madagaskar anzupflanzen und nicht irgendwo anders?

Antwort: Auf Madagaskar sind wir durch unseren Kooperationspartner Eden Projects gekommen. In Madagaskar wurde bereits über 90% der Küstenregion abgeholzt, was zu erhöhter Bodenerosion und Überschwemmungs­gefahr führt. Mangroven fungieren hier als wichtiges Klimaschutzsystem: Sie verhindern, dass Land erodiert und in den Ozean geschwemmt wird. So bleibt mehr fruchtbares Land erhalten und die Ausmaße von Naturkatastrophen wie Tsunamis können verringert werden. Des Weiteren sind Mangrovenbäume echte Supertalente – Sie können etwa 2 bis 4 Mal so viel schädliches CO2 aus der Luft filtern wie kaum eine andere Baumart und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Verminderung der globalen Erwärmung und des Klimawandels. Noch dazu helfen sie beim Schutz der rund 200.000 Tier- und Pflanzenarten, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Nicht zu vergessen: Eden Projects verschafft den Bewohnern vor Ort Arbeitsplätze und kümmert sich darum, die Küstenregion wieder aufzuforsten. Es werden auch Bäume in Indonesien, Haiti, Mozambique und Nepal gepflanzt. Also eine rundum gute Sache! 

Was kostet es denn, einen Baum zu pflanzen?

Antwort: Derzeit gehen pro verkauftem Produkt 09 Cent an unseren Kooperationspartner. So klein dieser Betrag auch klingen mag, in Summe genügt er dennoch, um einen Mangrovenbaum zu pflanzen und dabei gleichzeitig auch faire Löhne und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten vor Ort zu sichern. Die Kosten decken alle anfallenden Ausgaben für die Baumschule, den Transport der Setzlinge zu den Aufforstungsgebieten und das Pflanzen, Bewachen und Jäten ab. Außerdem sorgt die Regelmäßigkeit der monatlichen Spende für eine langfristige Planungssicherheit und kontinuierlichen Support für das Projekt.

Wie und auf welche Felder verteilen sich die 09 Cent?

Unsere Spende verteilt sich auf die verschiedenen Bereiche wie folgt: 70% des Geldes geht in die Beschäftigung der örtlichen Dorfbewohner:innen vor Ort und die Bepflanzung der Bäume. Dadurch haben die Dorfbewohner:innen einen wirtschaftlichen Anreiz, das Wohlergehen des Restaurierungsprojekts sicherzustellen. Die Beschäftigung verstärkt zudem das Gefühl des “Eigentums” an den Bäumen und die Sorgfalt, mit der die Bäume und der wiederhergestellten Wald geschützt werden.

20% der Spenden werden wiederum für anfallende Verwaltungsgebühren und Gemeinkosten verwendet, während die restlichen 10% in angestellte Waldwächter:innen und einen Stiftungsfond für die langfristige Bewachung und den Schutz der Wälder fließen.

Woher wisst ihr, dass die von euch gepflanzten Bäume nicht wieder gefällt werden?

Antwort: Damit die durch uns gepflanzten Bäume nicht wieder gefällt werden, hat Eden einige Vorkehrungen getroffen: Zum einen wird nicht in Abholzungsregionen gepflanzt, zum anderen wird eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung vor Ort in Madagaskar gefördert. Die lokale Community kümmert und pflegt sich außerdem um die Bäume und es gibt sogenannte Baum-Wächter, die den Baum auch nach der Pflanzung betreuen.

Unterstützt ihr auch regionale Wiederaufforstung?

Antwort: Auch die deutschen Wälder liegen uns am Herzen. Deshalb unterstützen wir aktuell ein Aufforstungsprojekt in der Region Sachsen, indem wir unsere Mehrwertsteuerdifferenz an das Bergwaldprojekt spenden. Der Zweck des Vereins ist es, den Bergwald und die Kulturlandschaften zu schützen und zu erhalten sowie das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen zu fördern. Das fanden wir so unterstützenswert, dass wir uns kurzerhand dazu entschlossen haben, das Projekt nicht nur durch unsere Spende, sondern auch durch unsere Arbeitskraft zu unterstützen.

Verursachen importierte Kakaobohnen nicht haufenweise Klimaemissionen?

Antwort: Natürlich werden beim Transport und der Produktion unserer Produkte und deren Zutaten Emissionen freigesetzt. Das ist auch einer der Gründe, warum es für uns so wichtig ist, für jeden Riegel einen Baum zu pflanzen, der diese Emissionen über seine Lebensdauer hinweg hundertfach ausgleicht. Die Produktion eines nucao Riegels verursacht zum Beispiel knapp 460g CO2, eine Mangrove bindet über ihre Lebensdauer hinweg circa 308 kg. Das ist ein Faktor von über 600. Was viele außerdem nicht bedenken: Der Transport fällt bei den Emissionen eines Lebensmittels vergleichsweise gering ins Gewicht: Transport macht durchschnittlich nur etwa 4% der Emissionen aus! Sogar bei Betrachtung des kompletten Lebenszyklus wird deutlich, dass der CO2-Ausstoß des Transports im Vergleich zur Produktion der Lebensmittel nur rund ein Zehntel der Treibhausgasemissionen ausmacht. Andere Faktoren wie die Herstellung spielen also eine viel größere Rolle: Ein Allgäuer Käse oder eine Frankfurter Wurst kann weitaus höhere Emissionen verursachen, als Kakaobohnen oder Obst vom anderen Ende der Welt. Entscheidender ist also, welche Produkte gekauft werden und nicht die Regionalität der Produkte.

4. Arbeitsweise und interne Positionierung

Wie bekommt ihr Weltverbesserung und Auto unter einen Hut? Seid ihr mit Elektroautos am Start?

Antwort: Good Point! Aber leider sind wir im Vertrieb auf Autos angewiesen, da unsere Vertriebler*innen Umkreise von 500km in ihrer Region befahren. Da viele Elektroautos noch keine sehr weiten Strecken zurücklegen, ist dies für die meisten Vertriebler*innen noch keine Option. Wir halten hier aber natürlich weiterhin Ausschau und freuen uns, wenn wir unserem Vertriebsteam in der Zukunft mit Elektroautos ausstatten können. Unser Leipziger Team hingegen ist fast gänzlich nur mit den Öffis oder dem Rad unterwegs und ist auch sehr stolz darauf.

Wie divers ist euer Team aufgebaut, achtet ihr beim Bewerbungsverfahren darauf?

Antwort: Wir haben noch kein einheitliches Verfahren, welches Diversität im Bewerbungsprozess festlegt. Wir wollen unsere Ansichten zu einem diversen Unternehmen aber nicht nur leben, sondern auch in Diversity-Regeln festhalten und uns an Initiativen wie z.B. der Charta der Vielfalt beteiligen. 

Seid ihr auch alle vegan? Wie vegan ist eure Arbeitsumgebung?

Antwort: Als Food-Unternehmen für vegane Lebensmittel passiert es fast schon automatisch, dass sich jeder aus dem Team mit dem Thema Veganismus auseinandersetzt und sich dessen bewusst ist. Dennoch möchten wir niemandem eine bestimmte Ernährungsweise aufzwingen und nicht als Bedingung etablieren, um ein Teil unseres Teams zu werden. Wenn wir aber geschäftliche Events planen, sei es von der Office Party bis hin zu unserem jährlichen Strategie-Offsite, ist die vegane Auswahl an Gerichten tatsächlich Programm, da der Veganismus ein Teil unserer (Produkt-)prinzipien ist und dies unternehmensseitig auch ausgelebt wird.