MacherInnen: Steve macht faire Kleidung für eine faire Welt

Steve ist eigentlich gelernter Physiker und hatte seinen Doktor schon in der Tasche, als er beschloss, coole wissenschaftliche Motive auf nachhaltige T-Shirts zu drucken. Mittlerweile hat er nicht nur einen, sondern zwei Läden in Dresden eröffnet. Aber wie kommt man vom Doktortitel zur Mode und woher nimmt Steve seine Motivation?

Wir haben ihn für unsere MacherInnenkampagne zu einem Interview in einem seiner Unipolar-Läden mitten in der Dresdner Neustadt getroffen. Viele DresdnerInnen dürften schon einmal an der alten Badewannenbank vorbeigelaufen sein, die direkt vor dem Laden steht und zu einer kleinen Pause einlädt.

Im Laden selbst hängen heute nicht mehr nur die gedruckten wissenschaftlichen Motive – Steve hat mit Unipolar eine großartige Anlaufstelle für nachhaltige Basics und besondere, fair produzierte Kleidungsstücke geschaffen.

Vom Physik-Doktor zum Modelabel

Damit bricht er das Klischee der nerdigen WissenschaftlerInnen auf, denn er ist – ganz im Gegenteil – ein ziemlich lässiger und lockerer Typ. Schon lange vor der Gründung seines eigenen Labels setzte er sich mit gesunder Ernährung auseinander, ging mehr und mehr im Biomarkt einkaufen und begann, sich vegan zu ernähren. Einmal im Thema drin, wollte er immer mehr wissen, wo die Produkte herkommen, mit denen er sich tagtäglich umgibt. Und so ist er auch beim Thema Kleidung gelandet – und bei der Frage: was trage ich da eigentlich auf meiner Haut?

Gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne

Bei den Überlegungen zur Umsetzung war für ihn von Anfang an klar: wenn die Motive gedruckt werden, dann nur auf fair hergestellte Kleidungsstücke. Aber nicht nur das, die T-Shirts sollen natürlich auch einem ästhetischen Anspruch gerecht werden, denn bio muss nicht gleich bieder sein. Um seine Ideen umzusetzen, startete er eine Crowdfunding-Kampagne – und die war sehr erfolgreich.

Hergestellt werden die Produkte in Bangladesh, wo die ArbeiterInnen eine faire Bezahlung, geregelte Arbeitszeiten und gute Arbeitsbedingungen haben. Für Bangladesh hat Steve sich entschieden, um die Wirtschaft vor Ort zu stärken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Gedruckt werden die Motive dann direkt in Dresden. Hier ging vor einiger Zeit übrigens auch unsere nu company-Pullis über die Ladentheke, denn uns ist faire Mode mindestens genauso wichtig, wie nachhaltige Riegel und Proteinshakes.

Eigentlich wollte Steve im September 2015 nur einen Onlineshop eröffnen, in dem er die T-Shirts und Hoodies mit wissenschaftlichen Motiven verkaufen kann. Daraus ist so viel mehr geworden! Die beiden Läden sind inzwischen gut gefüllt – mit lauter schönen und nachhaltigen Sachen, aber auch mit vielen Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Ein Zeichen dafür, dass Steve mit seiner Entscheidung zum eigenen Modelabel wohl alles richtig macht hat!