MacherInnen: Wie Berit mit ihrem Laden die Welt verbessert

Kennst du auch diese Menschen, die einfach loslegen und Dinge anders machen? Die anpacken, um die Welt ein bisschen besser zu machen und sich von nichts und niemanden davon abbringen lassen? Um Inspiration und mehr Machergeist in die Welt zu bringen, wollen wir dir solche Leute in unserem Blog vorstellen. In unserer kleinen “MacherInnen”-Reihe lernst du Menschen kennen, die begeistern, Mut machen und inspirieren – mit Ideen für ein Leben von morgen. Und wer weiß – vielleicht bist du ja auch bald einer von ihnen?

Schon beim ersten Schritt in den Laden von Berit Heller wird klar: Sie mag es gern plastikfrei und unverpackt. Nachdem sie mehr als 20 Jahre unzufrieden in einem Bürojob festhing, beschloss sie vor vier Jahren die Sache selbst in die Hand zu nehmen, startete ein Crowdfunding und eröffnete kurz darauf ihren eigenen Unverpackt-Laden.

Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen

Der Lose Laden ist gefüllt mit großen Containern, überall stehen Gläser in den Regalen und direkt neben dem Eingang befindet sich eine gemütliche Sitzecke. Berits Lose Laden lädt nicht nur zum Stöbern, sondern auch zum Verweilen ein. 

Die Besitzerin begrüßt jeden ihrer KundInnen mit einem freundlichen Gespräch, kocht nebenbei Kaffee und füllt ihn voller Freude in den mitgebrachten Mehrwegbecher einer ihrer Kunden. Sie ist eine herzliche Frau und empfängt jeden Menschen mit Offenheit. Hier fühlt man sich willkommen. 

In ihrem grünen Herzen schlummert die Motivation, die Welt zu retten, sagt sie und mit der Gründung ihres Lebensmittelladens hat sie sich dieser Sache voll und ganz angenommen. Sie packt die Dinge gern selbst an, springt von der Ladentheke zu den abgefüllten Lebensmitteln und richtet selbst die kleinen Details im Lose Geschäft eigenhändig. 

Was genau ist der Lose Laden?

Das Konzept ihres Ladens ist ziemlich einfach: Statt abgepackte Lebensmittel einzukaufen, bringt jede(r) KundIn einfach ein eigenes Gefäß mit. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Die Leute kommen mit Glasflaschen, Dosen und Stoffbeuteln in das Geschäft, um ihren Teil zum Umweltschutz beizutragen. 

Denn pro Jahr produziert jeder Deutsche im Durchschnitt allein 120kg Müll. Das entspricht ungefähr dem Gewicht eines neugeborenen Elefanten. Wer im Supermarkt mal bewusst darauf achtet, wird schnell feststellen, dass hier die Möglichkeiten, plastikfrei einzukaufen äußerst gering sind. Egal ob abgepackte Nudeln oder Gurken in Plastikfolie, in den herkömmlichen Läden stapelt sich der Müll schon förmlich in den Regalen. 

Bei Berit dreht sich die Konsumwelt etwas langsamer. Sie liebt unseren Planeten und möchte am liebsten alles darauf retten – außer die Menschen, wie sie mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen zugibt, denn die behandeln unsere Erde im Moment nicht besonders nachhaltig.

Sie sieht ihre Aufgabe nicht nur darin, Menschen überhaupt erst einmal die Möglichkeit zu geben, verpackungsfrei einzukaufen, sondern will eine Inspiration für ein achtsameres Leben sein. Dazu gehört für sie die Herkunft ihrer Lebensmittel, die sie fast ausschließlich regional und aus biologischer Herstellung bezieht, eine ausgeglichene Work-Life-Balance und das Bewusstsein für unsere Umwelt. 

Das Konzept scheint aufzugehen: Mittlerweile ist der Lose Laden an Samstagen so gut besucht, dass man kaum noch ein Wort sprechen kann. Und der Umzug in eine größere Ladenfläche steht zum Ende des Jahres an. Eine großartige Sache, denn mit dem Geschäft wächst auch der Teil an Menschen, die sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessieren und einsetzen. 

Genau an dieser Stelle sieht auch Berit ihre Zukunft. Ihr Ziel ist es, weiterhin in ihrem Unverpackt-Laden zu stehen, ihre KundInnen glücklich zu machen und ihnen während des Einkaufens ein gutes Gefühl mit auf den Weg zu geben. Denn genau so inspiriert sie, regt zum Nachdenken an und trägt eine wichtige Botschaft in die Welt: Nachhaltig und unverpackt kann ziemlich cool sein.