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Unsere 4 Zutaten für fairen & nachhaltigen Kakao

Ausbeutung, Kinderarbeit, Armutslöhne und die Zerstörung von Urwäldern? Zugegeben, die globale Kakaoindustrie steht berechtigterweise immer wieder in der Kritik von Menschenrechts- und Umweltorganisationen. Dennoch war für uns von Anfang an klar – Wir können und wollen nicht auf Kakao verzichten und stattdessen lieber zeigen, dass es auch anders geht! Denn Kakao ist für uns nicht einfach nur ein Rohstoff. Er ist DIE Quintessenz unserer heißgeliebten nucao Riegel – und ohne die gäbe es uns (the nu company) heute höchstwahrscheinlich nicht. Wir wollen aber auch hier Vorreiter und Teil der Lösung sein, nicht des Problems. Unser Rezept für fairen und nachhaltig produzierten Kakao besteht deshalb aus vier Hauptzutaten bzw. Prinzipien: 100 Prozent rückverfolgbare Kakaobohnen, Faire Bezahlung für die Farmer*innen am Anfang der Wertschöpfungskette, Support für eine starke Bauernkooperative und last but not least die Gewährleistung von Premium Qualität durch Agroforstwirtschaft. 

1. Zutat – 100 Prozent Rückverfolgbare Kakaobohnen

Alle Kakaobohnen bzw. die gesamte Kakaomasse, die wir von unserem Importeur beziehen, stammt von ein und derselben Bauernkooperative in der Region Huánuco in Peru. Die Kooperativenmitglieder sind Kleinbauernfamilien, die ihre eigenen Farmen und im Durschnitt 3 Hektar Land bewirtschaften. Neben Kakao werden auf den Grundstücken aber auch Maniok, Bananen, Papaya oder Bohnen angebaut. Laut Aussage der Kooperative, mit der wir in engem Austausch stehen, konnten im letzten Jahr etwa 60 Kleinbauernfamilien durch unsere Zusammenarbeit und die Abnahme von Kakaomasse profitieren. Damit ist unser Kakao tatsächlich zu 100 Prozent rückverfolgbar und wir können sicherstellen, dass weder Zwangs- noch Kinderarbeit im Spiel sind.

2. Zutat – Faire Bezahlung für die Farmer*innen

Die Bekämpfung struktureller Armut am Anfang der Kakaolieferketten und die Gewährleistung existenzsichernder Löhne stehen aktuell ganz oben auf der Agenda von Initiativen für fair produzierten Kakao. Unser Kakaoimporteur konnte uns hierzu bestätigen, dass unsere Farmer bereits 30 Prozent mehr Lohn als den marktüblichen Preis für Kakaobohnen erhalten. Ausgehend vom derzeitigen Marktpreis liegt die Bezahlung der Farmer somit auch über dem Fairtrade-Mindestpreis, welchen das Fairtrade Siegel garantiert. 

Die Farmer unserer Bauernkooperative werden dabei nicht nur für die Bio-Qualität der Kakaobohnen entlohnt, sondern erhalten zudem auch einen höheren Preis im Vergleich zu anderen Kakaobauern in der Region, da sie eine Premium-Qualität hinsichtlich des Geschmacks des Kakaos liefern. Was existenzsichernde Löhne (Living Income Reference Price) betrifft, haben wir unser Ziel allerdings noch nicht ganz erreicht. Das liegt vor allem daran, dass es aktuell noch keine allgemein gültige Berechnungsgrundlage für existenzsichernde Löhne für Kakaofarmer in Peru gibt, an der wir uns orientieren können. Wir wollen deshalb sobald möglich unsere Farmerfamilien und die Bauernkooperative in Peru persönlich besuchen, um uns einen Eindruck von der Lebenssituation vor Ort machen zu können und darauf basierend auch noch fairerer Preise festlegen zu können. 

3. Zutat – Eine Starke Bauernkooperative

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Bauernkooperative in Peru bleibt ein größerer Teil der Wertschöpfung direkt im Herkunftsland. Dieser Aspekt spielt insbesondere in den von Armut betroffenen ländlichen Regionen Perus eine wichtige Rolle, da so zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir kaufen nicht die Kakaobohnen als Rohprodukt, sondern die weiterverarbeitete Kakaomasse, die direkt vor Ort von weiteren Mitarbeiter*innen der Bauernkooperative vermahlen wird. Diese zusätzlichen Einnahmen können direkt von der Kooperative verwendet werden, um Trainings für die Farmer zu finanzieren oder um in eine bessere Infrastruktur in den ländlichen Regionen zu investieren.

4. Zutat – Premium Qualität durch Agroforstwirtschaft

Bei der Herkunft unserer Kakaobohnen ist uns Biolandwirtschaft und der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel ebenso wichtig, wie faire Arbeitsbedingungen. Die Einhaltung dieser strikten Kriterien wird regelmäßig von einem unabhängigen Institut vor Ort kontrolliert und an unseren Importeur weitergegeben. Nicht nur die Kooperative ist dabei zertifiziert, sondern auch die Weiterverarbeitung in Deutschland, denn nur so dürfen unsere nucao Riegel am Ende das Bio-Zertifikat tragen. 

Die Kakaoernte in der Region Huánuco fällt mit einem jährlichen Ertrag von etwa 900kg pro Hektar im internationalen Vergleich naturgemäß überdurchschnittlich hoch aus. Die hohe Produktivität rührt unter anderem daher, dass die Farmerfamilien über lokales Wissen verfügen, das über Generationen hinweg aufgebaut wurde. Zudem erhalten unsere Farmer innerhalb der Kooperative regelmäßige Trainings zur Baumpflege und zur natürlichen Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. 

Was die Kakaopflanzen zudem resistent macht und zu einer Premium-Qualität führt ist der Anbau im Agro-Forstsystem. Als Agroforstwirtschaft werden Anbausysteme bezeichnet, bei denen Gehölze (Bäume oder Sträucher) mit Ackerkulturen oder Tierhaltung so auf einer Fläche kombiniert werden, dass zwischen den verschiedenen Komponenten ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen entstehen. So können eine hohe Bodenfruchtbarkeit und optimale Wasseraufnahme erzielt, gleichzeitig aber auch einer Bodenerosion entgegengewirkt werden, welche vor allem in Monokulturen ein großes Problem darstellt. Auch bei extremen Wetterereignissen, die durch den Klimawandel vermehrt vorkommen, können die Pflanzen in diesem System besser überleben.