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Was in fünf Minuten gegessen ist, braucht keine Verpackung, die 200 Jahre hält.

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Verpackungen für Süßwaren aus Kunststoff und Aluminium bestehen. Der Industriezweig, für den das meiste Plastik verwendet wird, ist nunmal die Verpackungsindustrie – und dabei geht’s meist um Einwegverpackungen. Seit Jahren feiert sich Deutschland als Recyclingweltmeister. Doch der Titel täuscht! Denn die traurige Recyclingquote in Deutschland liegt gerade mal bei rund 15%. Aber nicht nur das! Jede Minute landet etwa ​eine LKW-Ladung Plastik in unseren Weltmeeren. Und Deutschland hat sehr wohl etwas damit zu tun, als weltweit drittgrößter Müllexporteur.

Warum verpacken so viele Konzerne ihre Produkte immer noch in Plastik, wenn es schon längst umweltfreundlichere Verpackungen gibt?

Wusstest du, dass…

  • Alufolie zwar gut recycelt werden kann, aber mindestens 200 Jahre braucht, um sich zu zersetzen, falls es nicht in den Recyclingkreislauf kommt?
  • Alufolie Schadstoffe in den Lebensmitteln und der Umwelt hinterlässt?
  • die Herstellung von Alufolie für die Umwelt extrem belastend ist und bei der Verarbeitung giftiger Rotschlamm als Abfallprodukt entsteht, der deponiert oder schlimmstenfalls in Gewässer geleitet wird?

Wusstest du, dass…

  • Plastik sich nicht vollständig zersetzt, sondern nur in immer kleinere Bestandteile zerfällt, wobei am Ende immer noch Mikroplastik übrig bleibt?
  • sich die Plastikabfälle durch Verpackungen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt haben? Ursachen für den kontinuierlichen Anstieg sind vor allem: Steigender Verbrauch von Kunststoffflaschen, Kunststoffdosen und Kleinverpackungen.
  • seit Beginn der Massenproduktion global nur 9% des weggeworfenen Plastiks recycelt wurden?
  • es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben könnte? Laut einer Studie der Ellen MacArthur Foundation wird praktisch jede Meeresvogelart der Welt Plastik fressen, wenn wir bis dahin nicht deutlich weniger Plastikmüll produzieren.

Dabei spielt es für Verbraucher:innen laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Nielsen eine immer wichtigere Rolle, wie Waren verpackt sind: 71 Prozent der Befragten aus 11.000 deutschen Haushalten gaben an, beim Einkaufen darauf zu achten, dass möglichst wenig Verpackung auf dem Band liegt – das sind den Forscher:innen zufolge zehn Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Zuvor hatte das “Handelsblatt” über die Umfrage berichtet. Aber wie kann man es besser machen? Dafür ist zunächst eine Frage wichtig…

Was ist Plastik überhaupt?

Plastik – Wir alle haben den Begriff schon tausendmal verwendet und vermutlich auch direkt ein Bild dazu im Kopf. Doch was ist Plastik eigentlich genau? Welche Stoffe gelten als Plastik und welche nicht? Die Herstellung von Plastik beginnt mit Rohöl. In einer Raffinerie werden dessen verschieden Bestandteile isoliert, wobei Gas, Öle und auch Rohbenzin entstehen. Letzteres ist der wichtigste Grundstoff für die Plastikherstellung und wird ebenfalls noch weiter zerlegt. Die Bestandteile, die zum Schluss übrig bleiben, werden durch eine Synthese in Plastik verwandelt.

Der Begriff Plastik ist genau genommen eine umgangssprachliche Bezeichnung für Kunststoffe aller Art. Kunststoffe sind Werkstoffe, die aus Polymeren & Zusatzstoffen bestehen. Polymere sind lange, fadenförmige Molekülketten. Diese können in 3 Gruppen von Kunststoffen unterteilt werden – Thermoplaste, Duromere und Elastomere.


Plastik ist also nicht gleich Plastik, sondern unterscheidet sich vor allem in seiner Zusammensetzung und Konsistenz. Ähnlich wie unsere Riegel sind Thermoplaste bei niedrigen Temperaturen bzw. Zimmertemperaturen recht fest, steigt jedoch die Temperatur, können sie wieder schmelzen. Bei Duromeren und Elastomeren hingegen ist das anders – diese können nicht schmelzen, auch nicht bei ganz hohen Temperaturen. Nichtsdestotrotz unterscheidet sich ihre Konsistenz. Duromere sind und bleiben nach ihrer Herstellung fest, Elastomere sind sehr elastisch und können sogar von Hand verbogen werden.
Wichtig ist also: Manches Plastik lässt sich recyceln, manches nicht. Manches enthält toxische Stoffe und aus manchem kann man bedenkenlos essen und trinken. Aber eine Gemeinsamkeit gibt es: Es verschwindet nicht.

Wie siehts bei unserer Verpackung aus?

Unsere Verpackung kommt von der Marke Repaq. Sie wird aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist frei von gentechnisch modifizierten Organismen und stammt aus Resten einer FSC / PEFC zertifizierten Forstwirtschaft. Die Verpackung trägt die „plastic free“ Trustmark, ist frei von Schadstoffen und verursacht kein Mikroplastik. Repaq Verpackungen bestehen zu einem großen Teil aus nachwachsenden und zu einem geringen Teil aus fossilen Rohstoffen. Dieser Anteil ist momentan notwendig, um die mechanischen und lebensmittelrechtlichen Anforderungen an die Folie zu realisieren, ohne die ökologischen Eigenschaften zu schwächen. Hauptbestandteile der Verpackungen sind Zellulose, Stärke, Zucker und Öle. Dazu verwenden wir kompostierbare, wasserlösliche Druckfarben und kompostierbare Klebstoffe.

Ziel von Repaq ist es, den Anteil an nachwachsenden Rohstoffen stetig zu steigern und den Materialeinsatz zu senken. Alle eingesetzten Materialien sind zertifiziert kompostierbar und werden in natürlicher und industrieller Umgebung in H2O, CO2 und Biomasse zersetzt. Repaq schließt damit den natürlich biologischen Kreislauf und setzt einen neuen Standard in einer zero waste economy. Die Dauer des Kompostierungsprozesses hängt stark von den Umgebungsbedingungen ab. Je wärmer, feuchter und bioaktiver das Milieu, desto schneller wird das Material assimiliert. Die Verpackung zersetzt sich in natürlicher Umgebung innerhalb von 42 – 180 Tagen zu H2O, CO2 und Biomasse.

Kompostieren versus Recycling: Warum ist Kompostieren besser?

Was ist der Unterschied zwischen Kompostieren und Recycling und warum ist Kompostieren besser als das technische Recycling?
Der natürliche organische Kreislauf, d.h. das Kompostieren, ist das einzige Recyclingverfahren ohne jeglichen Wertverlust. Die Zersetzung von Materialien durch Mikroorganismen und Organismen ist eines der ursprünglichsten bionischen Grundprinzipien unseres Planeten.
Für das technische Recycling ist eine Trennung der einzelnen Materialien notwendig. Diese Sortierung ist mit einem hohen energetischen Aufwand verbunden. Bei Kunststoffverpackungen ist dies aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher (und unsichtbarer) chemischer Additive sehr schwierig, und bei eingefärbten Verpackungen und Verbundfolien, die die Mehrzahl der Lebensmittelverpackungen ausmachen, gar nicht möglich.

Zertifiziert kompostierbare Materialien müssen nicht sortenrein voneinander separiert werden. Sie erzeugen kein Mikroplastik, keine Giftstoffe und keine Mülldeponien. Ganz gleich, auf welchem Weg du unsere Repaq-Verpackungen entsorgst – sie verursachen keine Schäden in der Umwelt. Sie erzeugen 0% Schadstoffe und 0% Mikroplastik. Die Stoffe werden von der Natur als Wertstoffe vollständig assimiliert. Dennoch ist der ideale Entsorgungsweg der Repaq-Folien der Gartenkompost, dort zersetzt sie sich – je nach Umweltbedingungen – nach durchschnittlich 6 Monaten.

Wirfst du unsere Repaq -Verpackung in den Restmüll, so wird sie verbrannt. Wirfst du sie in den Gelben Sack, so wird sie aussortiert und wie die Mehrheit der Verpackungen ebenfalls verbrannt. Bei der Verbrennung bleiben lediglich kleine Mengen CO2 und Wasser zurück. Dennoch erfolgt die Verbrennung der kompostierbaren Folie CO2 neutral, denn die Pflanze, die als Rohstoff diente, hat in Ihrem Wachstum bereits CO2 gebunden.

Die Entsorgung in der Bio-Tonne birgt allerdings eine Herausforderung: Die Abfallbestimmungen in Deutschland sind kommunal geregelt.. Wenn sich beispielsweise Stoffe in der schwarzen Tonne befinden, die dort nicht hineingehören, darf die Entsorgungsfirma die Tonne stehen lassen. Die vermeintlich kompostierbare Biotüte aus Plastik gehört beispielsweise nicht in den Biomüll, sondern in die Gelbe Tonne, da sie nicht schnell genug verrottet und so die Qualität des Komposts gefährdet. Am besten informierst du dich über die Entsorgungsmöglichkeiten bei deiner jeweiligen Gemeinde.

Um auf Nummer sicher zu gehen, und nach neuesten Erkenntnissen der von uns mitgegründeten Initiative Kreislaufverpackung, empfehlen wir daher die Gelbe Tonne als den bevorzugten Entsorgungsweg – nach dem Kompost natürlich. Denn dort wird unsere Folie, im Gegensatz zum Restmüll und unabhängig von den jeweiligen kommunalen Bestimmungen, auf dem kürzesten Weg verbrannt.

Du hast weitere Fragen zu unserer Verpackung? Dann schreib uns einfach eine Mail via i[email protected] oder schau in unserem Impact Report vorbei.

Quellen und weitere Infos

https://www.alpenverein.at/tk-innsbruck_wAssets/docs/Verrottungstabelle-filled.pdf
https://www.umweltgruppe-feldkirchen.de/schon-gewusst/
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittel-umweltschuetzer-weniger-plastik-bei-verpackung-von-suesswaren-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200128-99-661283
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/chemie_plastikatlas_2019.pdf
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-01/plastik-umweltverschmutzung-meer-studie-weltwirtschaftsforum
http://www3.weforum.org/docs/WEF_The_New_Plastics_Economy.pdf
https://www.repaq.eu/faq/

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