Was haben Proteine mit Herzinfarkten und der Klimakrise zu tun?

Wie du vielleicht schon weißt, ist Protein nicht gleich Protein – es kann ganz unterschiedlich zusammengesetzt und dadurch mehr oder weniger gut für deinen Körper sein. Aber die Auswahl der Proteine hat auch einen großen Einfluss auf unsere Umwelt und die Gesellschaft, wie du gleich sehen wirst.

Was hat denn mein Proteinkonsum bitte mit der Umwelt zu tun?

Mehr als du vielleicht denkst. Denn ein Lebensmittel hat oft einen sehr langen Weg hinter sich, bevor es auf deinem Teller landet. Also lass uns mal ganz ausführlich schauen, welche Folgen die Produktion von tierischen und pflanzlichen Proteinen für die Umwelt hat: Wusstest du, dass für die Herstellung tierischer Lebensmittel wie Milch, Käse, Molke, Ei oder Fleisch …

… rund 14,5% der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase erzeugt werden? Dies ist der offizielle Wert seit 2013, von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Neuere Studien sprechen sogar von einem Anteil von rund 30%. Der Ausstoß der Treibhausgase Methan (aus der Verdauung der Nutztiere) und Distickstoffoxid (aus Düngemittel, Verbrennung) ist dabei deutlich klimaschädlicher als Kohlendioxid: Methan ist 25 Mal so schädlich, Distickstoffdioxid fast 300 Mal. Durch vegane Ernährung könnte die Emission der Treibhausgase um mehr als 80% reduziert werden. Beispielsweise werden für ein Kilogramm verzehrfertiges Sojahack nur 0,8kg CO2 ausgestoßen, bei Bio-Herstellung sogar nur 0,4kg. Das ist über 100 Mal weniger als bei Rindfleisch (36kg CO2 pro 1kg Rindfleisch) und 50 Mal weniger als bei Whey (Molkeprotein, das in den meisten Proteinshakes steckt: 17,5kg CO2 pro 1kg Whey). Die Werte für Seitan und Tofu sind ähnlich niedrig wie bei Sojahack.

… 91% des Amazonas für die Nutztierhaltung gerodet  wurden? Riesige Flächen Regenwald werden täglich abgeholzt, um an deren Stelle Soja zu pflanzen. Das wird aber nicht zu Sojamilch und Tofu verarbeitet: über 90% des weltweit angebauten Sojas werden als Futtermittel für Nutztiere genutzt. (Um etwas gegen die massive Abholzung zu tun, pflanzen wir übrigens  für jedes verkaufte Produkt einen Baum.)

… bis zu 15.500 Liter Wasser in der Produktion von 1kg Rindfleisch stecken? Die gleiche Menge Wasser verbrauchst du, wenn du ein Jahr lang täglich duschst! Das Wasser wird bei der Bewässerung der Futtermittel, als Trinkwasser, zur Reinigung der Ställe und bei der Weiterverarbeitung verbraucht.

… Wasser verschmutzt wird? Beim Futtermittelanbau und in der Tierhaltung gelangen Pestizide, Herbizide, Medikamente, Hormone, Nitrat und Phosphat ins Grundwasser. Dadurch wird die Qualität des verfügbaren Trinkwassers stark eingeschränkt.

… wertvolle Böden unfruchtbar gemacht werden? Monokulturen für Futtermittel und Überweidung führen zu Bodenverdichtung und Erosionen. Dadurch wird die Fläche, auf der etwas angebaut werden kann, drastisch reduziert. (Unsere Mangroven wirken Bodenerosion übrigens entgegen.)

Die Nebenwirkungen tierischer Proteine

Doch tierische Proteinquellen ziehen nicht nur die Umwelt in Mitleidenschaft. Es werden auch etliche Zivilisationskrankheiten mit dem Verzehr tierischer Produkte in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Nierensteine, Fettleibigkeit, Gicht, Diabetes Typ II und Lymphome. Über Whey ist inzwischen auch bekannt, dass es Akne-Krankheiten begünstigt. Außerdem ist es nicht auszuschließen, dass du bei der Aufnahme tierischer Proteine zugleich Antibiotika zu dir nimmst, die eigentlich den Tieren zugeführt wurden. Das kann zu Resistenzen gegen eben diese Antibiotika führen, sodass sie nicht mehr wirksam sind, wenn du sie vielleicht gerade brauchst.

Für eine Studie von 2016 wurde die Auswirkung von pflanzlichen und tierischen Proteinen auf den Gesundheitszustand untersucht. Dabei kam heraus, dass bei steigendem Anteil pflanzlicher Proteine in der Nahrung das Sterbe- und Herzinfarktsrisiko sinkt – und umgekehrt steigt es bei steigendem Konsum tierischer Proteine.

Wenn du also mehr pflanzliche Proteine in deine Ernährung integrierst, tust du nicht nur der Umwelt, sondern auch dir selbst etwas Gutes. Deshalb setzen wir übrigens auch bei nupro ausschließlich auf pflanzliches Protein aus Erbsen und Sonnenblumen – in Kombination mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien.